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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin II (ab 01/21)
geschrieben von B-V 3313 
Der Wurzelradweg Unter den Eichen in Höhe Botanischer Garten hat ein Ende.

Jetzt wurde ein Radweg (Linienverkehr frei) auf einem der stadtauswärtigen Fahrstreifen markiert:

Bild von Wippdrechler via Twitter

Weitere Bilder vom ADFC: [twitter.com]
Oh, interessant! Wie häufig fährt da ein Bus?

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Durchschnittlich alle 5
(M48 & 188)

Sehr gut, der Radweg war dort wirklich furchtbar, abgesehen von den Wurzeln vor allem sehr schmal und der Bürgersteig ebenso, wenn da nur ein Fußgänger und ein Radler begegnen ist das sehr kritisch
Na das ist ja recht häufig. Ich frage deshalb, weil ich mal hörte, dass eine Busspur erst ab einer bestimmten Busfrequenz angelegt werden darf.

Wenn man aber über die Krücke "breiter Radweg mit Busfreigabe" neue Bussupren mit geringerer Frequenz einrichten kann wäre das ja eine Gewinn für beide Verkehrsmittel.

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Das Gegenteil von ausbauen ist ausbauen.
Zitat
Logital
Na das ist ja recht häufig. Ich frage deshalb, weil ich mal hörte, dass eine Busspur erst ab einer bestimmten Busfrequenz angelegt werden darf.

Wenn man aber über die Krücke "breiter Radweg mit Busfreigabe" neue Bussupren mit geringerer Frequenz einrichten kann wäre das ja eine Gewinn für beide Verkehrsmittel.

Definitiv. Mit dieser Hilfskrücke kann man die Irrsinnszahlen, die für die Einrichtung eines Bussonderfahrstreifens eigentlich notwendig wären, wunderbar umgehen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Zitat
Logital
Na das ist ja recht häufig. Ich frage deshalb, weil ich mal hörte, dass eine Busspur erst ab einer bestimmten Busfrequenz angelegt werden darf.

Wenn man aber über die Krücke "breiter Radweg mit Busfreigabe" neue Bussupren mit geringerer Frequenz einrichten kann wäre das ja eine Gewinn für beide Verkehrsmittel.

Definitiv. Mit dieser Hilfskrücke kann man die Irrsinnszahlen, die für die Einrichtung eines Bussonderfahrstreifens eigentlich notwendig wären, wunderbar umgehen.

Sehe ich als Regellösung jedoch kritisch. Sowohl für den Busverkehr (Spur dann oft nur mit ca. 15 km/h hinter einem Fahrrad nutzbar, Konflikte an Haltestellen) als auch für den Radverkehr (Wege mit Busverkehr schrecken von der Nutzung ab, wenn wir weitere Gruppen für den Radverkehr gewinnen wollen, z.B. Ältere, Kinder - alleine oder in Anhänger befördert etc.).

Daher sehe ich die Mischführung Bus- und Radverkehr als eine Lösung für den begründeten Ausnahmefall, z.B. bei Engstellen über kurze Abschnitte oder bei sehr geringer Nutzung durch eine der Gruppen (z.B. geringer Bustakt). Bei stärkerem Bus- oder Radverkehr ist das Konfliktpotenzial für beide hoch - und der Frust (bei den Fahrgästen über das schleppende Vorankommen trotz Busspur und bei den Radfahrenden bezüglich der Konflikte mit den Bussen.)

Ingolf
Zitat
Ingolf
Bei stärkerem Bus- oder Radverkehr ist das Konfliktpotenzial für beide hoch - und der Frust (bei den Fahrgästen über das schleppende Vorankommen trotz Busspur und bei den Radfahrenden bezüglich der Konflikte mit den Bussen.)

Dem kann ich nur zustimmen, nicht zuletzt, weil die Geschwindigkeiten von Fahrrädern ohne Halt und straßengebundenem ÖPNV mit Halt recht ähnlich sind, was dazu führt, dass sich ziemlich häufig gegenseitig überholt wird.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Ingolf
Bei stärkerem Bus- oder Radverkehr ist das Konfliktpotenzial für beide hoch - und der Frust (bei den Fahrgästen über das schleppende Vorankommen trotz Busspur und bei den Radfahrenden bezüglich der Konflikte mit den Bussen.)

Dem kann ich nur zustimmen, nicht zuletzt, weil die Geschwindigkeiten von Fahrrädern ohne Halt und straßengebundenem ÖPNV mit Halt recht ähnlich sind, was dazu führt, dass sich ziemlich häufig gegenseitig überholt wird.

Gut und schön. Wenn aber - wie in hiesigem Beispiel - die insgesamt verfügbare Verkehrsfläche durch Straßenbäume, unmittelbar angrenzende Bebauung bzw. Privatgrundstücke etc. limitiert ist, geht es halt kaum ohne solche Kombispuren. Die bisher dort gewählte Variante (Radspur kombiniert mit Fußweg) wurde ja zu Recht als nicht mehr praktikabel eingestuft...

Welche sonstige Lösung aber gäbe es?

Viele Grüße
Arnd
Man müsste sich halt mal trauen, auf solchen vermutlich recht kurzen Abschnitten den MIV komplett raus zu nehmen. Dann wäre genug Platz für eine gesonderte Busspur und einen breiten Radweg.
Zitat
hansaplatz
Man müsste sich halt mal trauen, auf solchen vermutlich recht kurzen Abschnitten den MIV komplett raus zu nehmen. Dann wäre genug Platz für eine gesonderte Busspur und einen breiten Radweg.

Im Beispiel geht es aber um die B1 - eine Bundesfernstraße also...

Viele Grüße
Arnd
Zitat
PassusDuriusculus
Sehr gut, der Radweg war dort wirklich furchtbar, abgesehen von den Wurzeln vor allem sehr schmal und der Bürgersteig ebenso, wenn da nur ein Fußgänger und ein Radler begegnen ist das sehr kritisch

Auf dem Foto sehe ich allerdings auf dem Fahrrad-/Gehweg zwei Menschen nebeneinander Fahrrad fahren, was ist daran kritisch?
Schäden an Fahrrad- und Gehwegen sollten durch die zuständige Behörde des Landes oder Bezirkes genauso behoben werden, wie Schäden an Fahrbahnen. Um die Wurzelbereiche der Straßenbäume zu schützen, lassen sich gering belastete Wege sicherlich erhöhen, was der Entwässerung direkt in benachbarte Grünbereiche förderlich wäre und Pfützen verhindert.

so long

Mario
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Lopi2000
Zitat
Ingolf
Bei stärkerem Bus- oder Radverkehr ist das Konfliktpotenzial für beide hoch - und der Frust (bei den Fahrgästen über das schleppende Vorankommen trotz Busspur und bei den Radfahrenden bezüglich der Konflikte mit den Bussen.)

Dem kann ich nur zustimmen, nicht zuletzt, weil die Geschwindigkeiten von Fahrrädern ohne Halt und straßengebundenem ÖPNV mit Halt recht ähnlich sind, was dazu führt, dass sich ziemlich häufig gegenseitig überholt wird.

Gut und schön. Wenn aber - wie in hiesigem Beispiel - die insgesamt verfügbare Verkehrsfläche durch Straßenbäume, unmittelbar angrenzende Bebauung bzw. Privatgrundstücke etc. limitiert ist, geht es halt kaum ohne solche Kombispuren. Die bisher dort gewählte Variante (Radspur kombiniert mit Fußweg) wurde ja zu Recht als nicht mehr praktikabel eingestuft...

Welche sonstige Lösung aber gäbe es?

Dass es in Ausnahmefällen solch eine kombinierte Spur geben kann, hat Ingolf ja geschrieben, sie sollte aber eben Ausnahme bleiben und nicht Standard werden. Als sowohl bus- als auch radfahrende Person würde ich dem ausdrücklich zustimmen.
Zitat
der weiße bim
Auf dem Foto sehe ich allerdings auf dem Fahrrad-/Gehweg zwei Menschen nebeneinander Fahrrad fahren, was ist daran kritisch?
Schäden an Fahrrad- und Gehwegen sollten durch die zuständige Behörde des Landes oder Bezirkes genauso behoben werden, wie Schäden an Fahrbahnen. Um die Wurzelbereiche der Straßenbäume zu schützen, lassen sich gering belastete Wege sicherlich erhöhen, was der Entwässerung direkt in benachbarte Grünbereiche förderlich wäre und Pfützen verhindert.

Hier nochmal ein besseres Bild. So sieht der alte Radweg an mehreren Stellen aus. Da ist nix mit Weg ein wenig erhöhen.

Foto von Lenn_Rad
Also beim besten Willen, aber der Querschnitt dieser Straße ist vergleichsweise riesig. Es wird ja wohl möglich sein, sowohl eine Spur für zu Fuß Gehende, eine für Kraftomnibusse, eine für Radfahrende und eine für den Rest je Richtung zu realisieren. Aktuell geht eine Spur schon sinnlos flöten, weil sie nur für Parkplatz Suchende freigehalten wird. Verlagert man einfach diese Parkreihe auf die große Fahrbahn, hat man auf der Spur vor den Häusern (einer ehemaligen Straßenbahntrasse?) zwei vollwertige Fahrspuren. Ist natürlich dann auch die Frage, ob die Anwohnenden dann mit dem neuen Lärm klarkommen (machen wir Tempo 30).

Das kostet natürlich mehr, aber wer Verkehrswende sagt, muss eben auch Geld in die Hand nehmen. Das jetzige Format spielt leider alle (außer den zu Fuß Gehenden) etwas gegeneinander aus.
Richtig, unter Einbezug dieser Autoabstellstr. ist eigentlich genug Platz.

Ich wüsste aber nicht, wo hier die Busse und Fahrräder gegeneinander ausgespielt werden.

Fließt der Autoverkehr können Busse und Räder dank Blinkanlage bzw. Handzeichen sehr simpel überholen.

Stehen die Autos im Stau sind die Busse hinter Fahrrädern immer noch schneller, als hinter stehenden Autos.

Wobei ich gerne dafür bin, dass man Busse als Radler an den Haltestellen i.d.R. nicht überholen sollte. Dann gibts es auch keine Konflikte mehr an den Folgehaltestellen. Gibt es einen Hochbordradweg, muss man ja sowieso an der Haltestelle den Fahrgastwechsel abwarten. Dann geht das auf der Unweltspur auch.
Zitat
PassusDuriusculus
Richtig, unter Einbezug dieser Autoabstellstr. ist eigentlich genug Platz.

Ich wüsste aber nicht, wo hier die Busse und Fahrräder gegeneinander ausgespielt werden.

Fließt der Autoverkehr können Busse und Räder dank Blinkanlage bzw. Handzeichen sehr simpel überholen.

Stehen die Autos im Stau sind die Busse hinter Fahrrädern immer noch schneller, als hinter stehenden Autos.

Wobei ich gerne dafür bin, dass man Busse als Radler an den Haltestellen i.d.R. nicht überholen sollte. Dann gibts es auch keine Konflikte mehr an den Folgehaltestellen. Gibt es einen Hochbordradweg, muss man ja sowieso an der Haltestelle den Fahrgastwechsel abwarten. Dann geht das auf der Unweltspur auch.

Mit der gleichen Logik könnte ich aus einem anderen Betrachtungswinkel sagen, dass die Radfahrenden das kurze Stück einfach absteigen sollen, wenn der Weg unpassierbar ist. Oder eben den Bus, zu Gunsten einer Radspur, in den MIV-Stau (den ich da aber noch nie erlebt habe) schicken. Das sollte nicht der Anspruch sein. Hier ist genug Platz für eine Maximallösung, also sollte man diese auch umsetzen.

Diese Betrachtungsweise ist einfach viel zu technisch. Da sitzen halt Menschen am Lenker/Lenkrad, die nicht immer so entspannt und ausgeglichen sind. Fahr mal einen Bus mit Verspätung und sieh dabei zu, wie deine Pause schmilzt und du auf Toilette musst, bzw. ein Rad, dass jedes Mal den gleichen Bus überholen muss. Wenn du dann weiterhin so ruhig und sachlich antwortest und reagierst, solltest du dich unbedingt als Busfahrender bei der BVG bewerben, denn genau solche umsichtigen Leute werden dort gesucht.
Zitat
samm
Das jetzige Format spielt leider alle (außer den zu Fuß Gehenden) etwas gegeneinander aus.

Außer den zu Fuß Gehenden? Quatsch, die sind mittenmang in der Problematik. Man denke an den Konflikt Straßenbahn <> Fußgänger. Und dabei meine ich nicht die Unfälle, sondern die Bahnübergänge. So wenig wie möglich (aus ÖPNV-Sicht), am besten überall (aus Fußgängersicht).

~~~~~~
"Hmmm...echt eisprünglich."
@Philipp: An der konkreten Stelle gibt es für den Fußverkehr nur Verbesserungen.

Allerdings sehe ich da auch sehr große Verbesserungen für den Fahrradverkehr. Mit dem Busverkehr wird sich zeigen. Ich bin da aber ehrlich gesagt optimistisch.

@Samm das ist für mich nicht die selbe Logik.
1.) Ja jede*r Verkehrsteilnehmer*in muss mit angepasster Geschwindigkeit fahren. (Steht das nicht sogar in der StVO?) Deshalb bin ich auf diesem Weg immer nur mit Schrittgeschwindigkeit (10km/h) unterwegs gewesen.

Aber absteigen und schieben ist was völlig anderes, machen ja Fahrzeugfahrer auch nicht.

2.) Wenn es dort eh keinen Stau gibt, dann kann der Bus ja einfach überholen. Ergo kein Problem.



Aber ja gerne die Maximalvariante dort, aber die brauch ja sicher wieder ne Planfeststellung? Mein Vorschlag wäre die 2 Spuren der Autoabstellstr. für Fahrrad, ÖPNV zzgl. Lieferbuchten. Auf den vier Spuren der Hauptstraßen dann zweimal Autos und dann wieder ÖPNV & Fahrrad



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.2022 11:03 von PassusDuriusculus.
Zitat
PassusDuriusculus
2.) Wenn es dort eh keinen Stau gibt, dann kann der Bus ja einfach überholen. Ergo kein Problem.

Genau jene Denkweise haben übrigens auch Falschparker. Busse und Radfahrer gehören nicht auf einen schmalen Sonderfahrstreifen.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Stellen wir uns mal vor die Autoabstellstr. würde unantastbar bleiben. Wäre es dann besser aus diesem schmalen Umweltstreifen eine Radspur zu machen, währrend sich die Busse in den Stau stellen dürfen? *Hust* Kantstraße *Hust*

Dann lieber kombinierte Umweltspur.
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