Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Frage zur Reaktivierung der Heidekrautbahn zwischen Basdorf - Wilhelmsruh
geschrieben von Bahnfreund Schranke 
Warum musste nochmal überhaupt ein PFV durchgeführt werden bei einer reinen Wiederinbetriebnahme? Die Anwohner hatten doch vorher auch keine andere Möglichkeit zu queren und mussten einfach auf den Zugverkehr acht geben. Dass man heute keine unbeschrankten Kreuzungen mehr genehmigt ist klar. Aber muss eine beschrankte Straßenquerung zwingend ein PFV haben? Oder ein Haltepunkt?
Zitat
Heidekraut
Warum musste nochmal überhaupt ein PFV durchgeführt werden bei einer reinen Wiederinbetriebnahme? Die Anwohner hatten doch vorher auch keine andere Möglichkeit zu queren und mussten einfach auf den Zugverkehr acht geben. Dass man heute keine unbeschrankten Kreuzungen mehr genehmigt ist klar. Aber muss eine beschrankte Straßenquerung zwingend ein PFV haben? Oder ein Haltepunkt?

Ob das wirklich zwingend so sein muss, weiß ich nicht. Bei der Wiederinbetriebnahme der Volmetalbahn in NRW hatte die Bahn angeblich schlechte Erfahrungen gemacht und führt jetzt für jeden Bahnübergang ein eigenes PfV durch. Irgendwie müssen die ganzen Juristen ja beschäftigt werden.
Zitat
DerMichael
Zitat
Heidekraut
Warum musste nochmal überhaupt ein PFV durchgeführt werden bei einer reinen Wiederinbetriebnahme? Die Anwohner hatten doch vorher auch keine andere Möglichkeit zu queren und mussten einfach auf den Zugverkehr acht geben. Dass man heute keine unbeschrankten Kreuzungen mehr genehmigt ist klar. Aber muss eine beschrankte Straßenquerung zwingend ein PFV haben? Oder ein Haltepunkt?

Ob das wirklich zwingend so sein muss, weiß ich nicht. Bei der Wiederinbetriebnahme der Volmetalbahn in NRW hatte die Bahn angeblich schlechte Erfahrungen gemacht und führt jetzt für jeden Bahnübergang ein eigenes PfV durch. Irgendwie müssen die ganzen Juristen ja beschäftigt werden.

Das Thema hatten wir schon ausführlich besprochen, vermutlich sogar irgendwo auf den vorderen Seiten dieses Threads, aber unser Heidekraut trollt eben gerne.

Die Antwort auf die Frage, warum ein PFV durchgeführt werden muss, ist denkbar einfach: Die Vmax soll auf 80 km/h erhöht werden und die Bahnsteige werden komplett neu errichtet. Teilweise an anderen Standorten. Auch die Leit- und Sicherungstechnik muss komplett neu aufgebaut werden.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Nein, nein, ich hab's mir wohl nicht gemerkt. Allerdings für mich alles kein Grund bei einer Wiederinbetriebnahme ein vollständiges PFV durchzuführen. Es wird Zeit, dass man anfängt die Betroffenenbeteiligung trickreich zu umgehen. Erst Wiederinbetrieb nehmen zur alten Geschwindigkeit, dann in einer zweiten Stufe ertüchtigen, wenn schon alles läuft. Ein neuer Bahnsteig und ein neues Signal sind kein Grund für ein PfV. Irgendwann kann man garnichts mehr bauen.

Heidekraut möchte außerdem einen besseren Bahnhof in Wilhelmsruh, kundenfreundlicher. Die S-Bahn nutzt in beiden Richtungen eine Bahnsteigkante, die andere wird per Rampe für die Regionalbahn erschlossen. Eine Weiterführung nach Gesundbrunnen über das ehem. Gütergleis sollte trotzdem möglich sein. Die Nordbahn kommt eh nicht in den nächsten 30 Jahren. Dann kann man die Würfel neu rollen lassen.
Zitat
Heidekraut

Heidekraut möchte außerdem einen besseren Bahnhof in Wilhelmsruh, kundenfreundlicher. Die S-Bahn nutzt in beiden Richtungen eine Bahnsteigkante

Du hälst wohl nichts von zuverlässigem Bahnbetrieb?

Zitat

Erst Wiederinbetrieb nehmen zur alten Geschwindigkeit, dann in einer zweiten Stufe ertüchtigen, wenn schon alles läuft.

Die entsprechenden Maßnahmen sind ja schon sinnvoll, daher wäre es nicht so ganz unschlau vor dem Baubeginn die entsprechenden Planfeststellungsverfahren laufen zu lassen. Das spart Baukosten. Man sollte halt nur den Altzustand im Zweifel ohne Planfeststellung realisieren, wenn es irgendwo klemmt.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Nein, nein, ich hab's mir wohl nicht gemerkt. Allerdings für mich alles kein Grund bei einer Wiederinbetriebnahme ein vollständiges PFV durchzuführen.

Mit Verlaub, aber deine Meinung ist da gewiss nicht auschlaggbend.

Zitat
Heidekraut
Es wird Zeit, dass man anfängt die Betroffenenbeteiligung trickreich zu umgehen. Erst Wiederinbetrieb nehmen zur alten Geschwindigkeit, dann in einer zweiten Stufe ertüchtigen, wenn schon alles läuft. Ein neuer Bahnsteig und ein neues Signal sind kein Grund für ein PfV. Irgendwann kann man garnichts mehr bauen.

Genau, zweimal bauen. Eine ganz schlaue Idee von dir...

Zitat
Heidekraut
Heidekraut möchte außerdem einen besseren Bahnhof in Wilhelmsruh, kundenfreundlicher. Die S-Bahn nutzt in beiden Richtungen eine Bahnsteigkante, die andere wird per Rampe für die Regionalbahn erschlossen.

Wie willst du damit einen 5 Minuten-Takt bei der S-Bahn anbieten? Nein, einen solchen Schwachsinn baut man heute nicht mehr.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2024 12:56 von B-V 3313.
Zitat
Heidekraut
Allerdings für mich alles kein Grund bei einer Wiederinbetriebnahme ein vollständiges PFV durchzuführen.

Gegenüber dem, was in den betrieblichen Vorschriften der NEB [www.neb.de] vorgesehen ist, wird man für einen Fahrgastbetrieb im Taktverkehr wohl mehr als nur punktuell einiges nachrüsten müssen. 30 km/h und postengesicherte Bahnübergänge sind schon etwas von dem entfernt, was vorgesehen ist. Selbst wenn man kein vollständiges PFV durchführen würde, wären es wohl so viele Einzelmaßnahmen mit eigenen Verfahren, dass das vollständige PFV kein wesentlicher Zusatzaufwand ist.
Ich denke, hier wäre es nötig, mal in Erfahrung zu bringen, woran es nun genau hapert. So wie ich das verstanden habe, gab es wohl jede Menge wilder Bahnübergänge, von denen jetzt ein paar gesichert erhalten bleiben sollen und so aus (ins Blaue geschätzt) 5 Bahnübergänge jetzt 15 werden sollen. Dazu kommt, dass jetzt anscheinend die Bahntrasse ein Biotop geschaffen hat, welches gar nicht existieren würde, wenn es die alte Trasse gar nicht geben würde (weil Bauland oder landwirtschaftliche Nutzfläche). Und darauf muss jetzt Rücksicht genommen werden. Stichwort Fledermäuse in alten Bahntunneln.
Könnte natürlich auch sein, dass hier von einigen Anrainern der Naturschutz dazu herangezogen wird, damit die Nimbys weiter ihre Ruhe haben.
Aber vor 1984 oder war es 1974 war doch die Strecke nicht für 30 kmh ausgelegt, oder? Es war doch normaler Zugverkehr. Ich meinte nicht zweimal bauen, gleich richtig bauen aber für nur 50 kmh oder 30 kmh, in Betrieb nehmen. Dass sich die Anwohner viele zusätzliche Übergänge wünschen, geht dann eben nicht. 5 Min. Takt in Wilhelmsruh?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2024 17:56 von Heidekraut.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Heidekraut
Allerdings für mich alles kein Grund bei einer Wiederinbetriebnahme ein vollständiges PFV durchzuführen.

Gegenüber dem, was in den betrieblichen Vorschriften der NEB [www.neb.de] vorgesehen ist, wird man für einen Fahrgastbetrieb im Taktverkehr wohl mehr als nur punktuell einiges nachrüsten müssen. 30 km/h und postengesicherte Bahnübergänge sind schon etwas von dem entfernt, was vorgesehen ist. Selbst wenn man kein vollständiges PFV durchführen würde, wären es wohl so viele Einzelmaßnahmen mit eigenen Verfahren, dass das vollständige PFV kein wesentlicher Zusatzaufwand ist.

Woraus ergibt sich eigentlich zwingend die Notwendigkeit, für jede Modernisierung oder nachträglich zu installierende technische Sicherung vorhandener BÜ jeweils ein komplettes Planrechtsverfahren Veranstalten zu müssen? Warum ist die Wiederbefahrbarmachung einer offtiziell niemals stillgelegten oder gar entwidmeten Eisenbahninfrastruktur entsprechend dem heute anerkannten Stand der Technik überhaupt PFV-pflichtig? Reicht also als Rechtfertigung für die Umbauten von BÜ und Strecke nicht eine entsprechende Weisung der Landesbahnaufsicht?

Theoretisch könnte doch auch das EVU "NEB-Betrieb GmbH" einfach seine Mutter "NEB AG" auf Ermöglichung ordnungsgemäßer Zugfahrten verklagen...

Insgesamt wäre das Vorhaben aber meiner Ansicht nach eigentlich als "Kriegsfolgenlast" oder "teilungsbedingte Sonderausgabe" vollständig durch die Bundesebene zu finanzieren, denn es geht vorliegend ja unstreitig um die Beseitigung eines Zustandes, der ohne die einschlägig bekannten Ereignisse von 1945, 1948 und 1961 in dieser Form nicht eingetreten wäre. Die NEB hätte nach Lage der Dinge stattdessen eine der AKN im Raum Hamburg analoge Entwicklung nehmen können.

Viele Grüße
Arnd
Ich meine, dass der sprichwörtliche Zug für eine Finanzierung aufgrund von Teilungssschäden vor ein einiger Zeit bereits endgültig abgefahren ist. Da hätte man schlicht früher mal aus dem Quark kommen müssen.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen