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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
Wow - ein über anderthalb Jahrzehnte alter und hier mehrmals benannter Zustand wird jetzt als "Neues aus der Anstalt" bezeichnet.

Das macht mich fassungslos.

x--x--x--x

Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: U4 verlängern - jetzt!
Mein erster Eindruck gestern von dem neuen Abschnitt und den drei Bahnhöfen: schick, schick. Mal was anderes in Berlin, als immer nur „halbe Sachen“. Eins ist mir unter den Linden aber „gleich“ aufgefallen. Die Treppen, also die großen Rolltreppenanlagen, sind falsch herum entworfen und gebaut worden. Kommt man aus der U6, muß man erst nach hinten zur Rolltreppe Richtung U5 laufen, um dann unten in der Mitte des Bahnsteigs der U5 auf die Rolltreppen von der anderen U6- Richtung zu treffen. Umgekehrt würde man von den U6-Bahnsteigen direkt zur U5 kommen und die Umsteiger würden sich auf dem Bahnsteig anders verteilen. Weiterhin fehlt ein kurzer Umsteigetunnel zwischen den U6 -Bahnsteigen, wie er zB. Fehrbelliner Platz oder am Bf. Zoo... besteht. Oder habe ich den übersehen. So muß man ganz nach unten und auf der anderen Seite wieder hoch, wenn man die falsche Seite erwischt hat.
Trotzdem bin ich froh, daß die Linie nun (ich hoffe nur vorerst) komplett ist. Von Pankow zum Hauptbahnhof in 24 min ist schon der Hammer.

Gruß O-37
Zitat
B-V 3313
Wow - ein über anderthalb Jahrzehnte alter und hier mehrmals benannter Zustand wird jetzt als "Neues aus der Anstalt" bezeichnet.

Das macht mich fassungslos.

"Neues aus der Anstalt" bezog sich in diesem Zusammenhang auf die Satiresendung im TV als auf einen neuen Erkenntnisgewinn eines bereits Jahre währenden Umstands.

Denn die Begründung passt schon gut in ein Satireformat: Fahrzeuge die schnell genug wären, fahren die gesamte Strecke mit einer geringeren Streckengeschwindigkeit, weil ein kürzeres Streckenteil keine höhere Streckengeschwindigkeit zulässt. Klingt so als könne man die Geschwindigkeiten nicht individuell verändern, was ja bei Langsamfahrtsellen durchaus geht (wie jetzt Museumsinsel).
Der Hauptgrund ist dann am Ende doch schon recht plausibel: das einsparen von Investitionen und finanzieller Mittel. Man würde nur dann einen Umlauf inkl. Personal einsparen wenn man auf der gesamten Strecke die volle Geschwindigkeit fahren könnte.
Da das nicht der Fall ist, fährt man eben gleich auf der gesamten Strecke in der gleichen Geschwindgkeit....so hat man die wenigste Arbeit, braucht nix anpassen oder umbauen und hat somit keine Kosten.

Ist schon geil: man gibt der BVG 32 Millionen damit sie ihre Fahrzeuge nicht mehr mit Werbung beklebt, aber um eine U-Bahnstrecke auf eine höhere Streckengeschwindigkeit hoch zu rüsten ist es plötzlich sehr schwer die finanziellen Mittel aufzutreiben.

Das passt doch super in das Satireformat "Neues aus der Anstalt".

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 09:16 von Stefan Metze.
Zitat
O-37
Eins ist mir unter den Linden aber „gleich“ aufgefallen. Die Treppen, also die großen Rolltreppenanlagen, sind falsch herum entworfen und gebaut worden. Kommt man aus der U6, muß man erst nach hinten zur Rolltreppe Richtung U5 laufen, um dann unten in der Mitte des Bahnsteigs der U5 auf die Rolltreppen von der anderen U6- Richtung zu treffen. Umgekehrt würde man von den U6-Bahnsteigen direkt zur U5 kommen und die Umsteiger würden sich auf dem Bahnsteig anders verteilen.

Es hat allerdings für die gleichmäßige Verteilung der Fahrgäste in den Zügen Sinn, wenn sich die (wichtigsten) Zugänge an den wichtigsten Bahnhöfen einer Linie nicht stets an der gleichen Stelle befinden. Am Hauptbahnhof und am Brandenburger Tor liegen die (wichtigsten) Zugänge nun am Bahnsteigende, Unter den Linden in Bahnsteigmitte, am Alex irgendwo dazwischen (und im weiteren U5-Verlauf: Frankfurter Tor und Frankfurter Allee Bahnsteigmitte, Lichtenberg und Tierpark Bahnsteigende Richtung Hönow). Als Nebeneffekt strömen die von der U5 kommenden Menschenmassen nicht direkt auf das U6-Gleis zu - ist sicher auch nicht von Nachteil. Insofern scheint mir die Lage der Rolltreppen zumindest auf den zweiten Blick gar nicht so doof.

Zitat
O-37
Von Pankow zum Hauptbahnhof in 24 min ist schon der Hammer.

Mit der fertiggestellten S21 würde man es vielleicht in der Hälfte dieser Zeit schaffen. Auch wenn ich mich über die Fertigstellung der U5-Verlängerung freue, rückblickend hätte ich bei S21 und U5 die umgekehrte Priorisierung sinnvoller gefunden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 09:42 von def.
Zitat
Stefan Metze
Der Hauptgrund ist dann am Ende doch schon recht plausibel: das einsparen von Investitionen und finanzieller Mittel. Man würde nur dann einen Umlauf inkl. Personal einsparen wenn man auf der gesamten Strecke die volle Geschwindigkeit fahren könnte.
Da das nicht der Fall ist, fährt man eben gleich auf der gesamten Strecke in der gleichen Geschwindgkeit....so hat man die wenigste Arbeit, braucht nix anpassen oder umbauen und hat somit keine Kosten.

Das ist ja auch vernünftig. Und nebenbei würde man ja durch die Beschleunigung auch nicht so extrem viel neue Fahrgäste gewinnen - außer vielleicht, man könnte dadurch zusätzliche Anschlüsse schaffen, die heute knapp verpasst werden.
Zitat
def
Zitat
O-37
Von Pankow zum Hauptbahnhof in 24 min ist schon der Hammer.

Mit der fertiggestellten S21 würde man es vielleicht in der Hälfte dieser Zeit schaffen. Auch wenn ich mich über die Fertigstellung der U5-Verlängerung freue, rückblickend hätte ich bei S21 und U5 die umgekehrte Priorisierung sinnvoller gefunden.

Auch ohne S21 geht es bereits jetzt schon deutlich schneller, dazu brauchte es die U5 auch nicht.


Ich habe gerade mal nachgeschaut: die nächste Verbindung mit einer Fahrzeit von 13 min (und natürlich ohne Nutzung von Fernverkehrszügen) wäre dann um 10:35. Sprich: es gibt sie einmal pro Stunde. Da würde die S21 doch wahrscheinlich doch ein besseres Angebot anbieten - und ein bequemeres mit gar keinem oder einem bahnsteiggleichen Umstieg.

Die in Deinem Beispiel aufgeführten 5 min Umsteigeweg am Gesundbrunnen scheinen mir auch nicht unbedingt tauglich für jede/n: Erst ist die S2 vielleicht 1 min zu spät, dann steigt man am Gesundbrunnen vielleicht nicht direkt an der Treppe aus, und dann ist es womöglich auch noch voll und man muss drei Bahnsteige. Sicher ist der Umstieg schaffbar, aber für manche/n nur mit Stress verbunden.
Hm also
9:50 - 10:06 16 Minuten
10:00 - 10:16 16 Minuten
10:15 - 10:30 15 Minuten

zählen für mich in die gleiche Kategorie
Sind zwar keine 13 Minuten. aber immer noch deutlich schneller als U2/U5.

Ortskundige würde die ersten beiden Verbindungen auch locker in 11 Minuten schaffen

Und dann gäb es ja noch die Verbindung über wahlweise Friedrichstr. oder Naturkundemuseum...
Zur Umsteigezeit und Ortskundigkeit. Aus dem gleichen Grund würde es dann aber auch am Alexanderplatz noch mal fünf Minuten länger dauern, als angegeben.


Disclaimer: Jede*r hat das Recht die Verbindung U2 und U5 zu nutzen, weil sie/er die Verbindung/Umsteigesituation etc. bequem, praktisch, einfach, häufig, interessant oder was auch immer findet. Ich wäre nie auf die Idee gekommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 11:20 von PassusDuriusculus.
Moin.

Ein mir bisher nicht bekannter Reporter hat in der gestrigen Abendschau eine, wie ich finde, angemessene Würdigung der Arbeit der Projektgesellschaft U5 gezeigt (auch, wenn der RBB dies als Glosse betitelt):



Der Beitrag ist unter den folgenden Adressen zu sehen: Abendschau-Webseite, Mediathek, Direktlink.

Und die ursprünglich für den kommenden Dienstag angekündigte Dokumentation wird schon heute um 20.15 Uhr gezeigt.

Viele Grüße, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
der weiße bim
Zitat
Flexist
Ist die U5 jetzt eigentlich auf dem Abschnitt teilweise auch auf 70 Km/h zugelassen oder gelten da auch 60?

Beides.
Der neue wie der ganz alte, grundinstandgesetzte Abschnitt bis Tierpark ist zugsicherungstechnisch für 70 km/h bemessen und geprüft.
Dennoch gilt auf der ganzen Strecke die 60 km/h Streckengeschwindigkeit, denn die "Tempomaten" müssen schließlich auf einen festen Wert (hier 62 km/h) eingestellt sein. Erst nach Erneuerung der WSSB-Zugsicherungtechnik ab Tierpark bis Hönow wird die Streckengeschwindigkeit der U5 wie bei allen Großprofilstrecken 70 km/h sein.

Sehr schade. Wenn man bedenkt, dass das um die Zeit mal losgehen sollte und nun doch noch vor sich hingeschoben wird...
Zitat
O-37
Mein erster Eindruck gestern von dem neuen Abschnitt und den drei Bahnhöfen: schick, schick. Mal was anderes in Berlin, als immer nur „halbe Sachen“. Eins ist mir unter den Linden aber „gleich“ aufgefallen. Die Treppen, also die großen Rolltreppenanlagen, sind falsch herum entworfen und gebaut worden. Kommt man aus der U6, muß man erst nach hinten zur Rolltreppe Richtung U5 laufen, um dann unten in der Mitte des Bahnsteigs der U5 auf die Rolltreppen von der anderen U6- Richtung zu treffen. Umgekehrt würde man von den U6-Bahnsteigen direkt zur U5 kommen und die Umsteiger würden sich auf dem Bahnsteig anders verteilen. Weiterhin fehlt ein kurzer Umsteigetunnel zwischen den U6 -Bahnsteigen, wie er zB. Fehrbelliner Platz oder am Bf. Zoo... besteht. Oder habe ich den übersehen. So muß man ganz nach unten und auf der anderen Seite wieder hoch, wenn man die falsche Seite erwischt hat.
Trotzdem bin ich froh, daß die Linie nun (ich hoffe nur vorerst) komplett ist. Von Pankow zum Hauptbahnhof in 24 min ist schon der Hammer.

Du hast "falschrum" gedacht. Von der U6 musst du in der Tat erst "nach hinten" zur (Fahr-)Treppe laufen, um auf den U5 Bahnsteig zu kommen. Der klare Vorteil dieser Konstruktion liegt aber in der Gegenrichtung. Wer von der U5 zur U6 will, hat die Zugänge zu beiden U6-Bahnsteigen an einer Stelle. Der U5-Umsteiger muss also nicht den ganzen Bahnsteig ablaufen, wenn er festgestellt hat, dass er vor der falschen Treppe steht. Zudem erzeugt der Abstand zwischen Bahnsteigkante und Zugang eine Staufläche auf der U6-Ebene, die dafür sorgt, dass sich die Umsteigeströme leicht entzerren und ein Rückstau vor der Fahrtreppe (nach der Ankunft eines Zuges) nicht gleich bis zur Bahnsteigkante zurückreicht.

Die von dir angesprochenen Bahnsteigwechseltunnel stammen aus der Zeit der Zugangskontrollen. Heute sind sie wenig genutzte Angsträume und potenzielle Pissecken. Wer von der Oberfläche auf den falschen U6-Bahnsteig hinabgestiegen ist, kann entweder den "langen" Weg untenrum über die U5 nehmen oder zurück zur Oberfläche. Am Zugang Friedrichstraße ist "oberum" der kürzeste Weg.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
O-37
Eins ist mir unter den Linden aber „gleich“ aufgefallen. Die Treppen, also die großen Rolltreppenanlagen, sind falsch herum entworfen und gebaut worden. Kommt man aus der U6, muß man erst nach hinten zur Rolltreppe Richtung U5 laufen, um dann unten in der Mitte des Bahnsteigs der U5 auf die Rolltreppen von der anderen U6- Richtung zu treffen. Umgekehrt würde man von den U6-Bahnsteigen direkt zur U5 kommen und die Umsteiger würden sich auf dem Bahnsteig anders verteilen. Weiterhin fehlt ein kurzer Umsteigetunnel zwischen den U6 -Bahnsteigen, wie er zB. Fehrbelliner Platz oder am Bf. Zoo... besteht. Oder habe ich den übersehen. So muß man ganz nach unten und auf der anderen Seite wieder hoch, wenn man die falsche Seite erwischt hat.

Hallo O-37,

Deine beiden Beobachtungen sind sehr aufmerksam und tatsächlich richtig, hier muss ich den Antworten auf Deinen Beitrag widersprechen.

Tatsächlich waren die langen Rolltreppen von der U5- zur U6-Ebene ursprünglich andersrum geplant. Dies hätte tatsächlich die Fahrgäste auf dem U5-Bahnsteig besser verteilt - nun konzentriert sich alles auf rund zwei Wagen - und die Wege verkürzt. Bei einer recht frühen Umplanung, ich glaube beim Verschieben des U-Bahnhofs unter die Südseite der Straße Unter den Linden, mussten dann die Rolltreppen gedreht werden, da das ganze Verteilergeschoss anders realisiert wurde. So waren ganz ursprünglich die Zugänge in den vier Quadranten geplant und nicht auf dem Mittelstreifen. Durch das Anordnen der Zugänge auf dem Mittelstreifen hat es dann mit der Rolltreppen-Lage auf der Verteilerebene nicht mehr gepasst.

Zweiter negativer Effekt der umgedrehten Rolltreppen: Die darunter angeordneten Festtreppen haben nun überhaupt keinen verkehrlichen Nutzen mehr, da sie ebenfalls am "falschen" Ende oben ankommen und der Weg über die Festtreppe noch ungünstiger ist.

Und auch Deine Anmerkung zum "Verbindungstunnel" unter der U6 ist richtig. Diesen gibt es tatsächlich, mir ist aber auch gestern erst aufgefallen, dass er zugemauert wurde. Er befindet sich auf der Ebene des Podests der Festtreppe. Auf der einen Seite führt die Festtreppe weiter nach oben, auf der anderen befindet sich der Übergang, bzw. nun einfach eine Wand. Vielleicht hat man diesen nachträglich als Betriebsraum gebraucht, so was ist typischerweise immer knapp bei unterirdischen Stationen. Trotzdem finde ich dessen Wegfall auch sehr schade, da dadurch die besagten Festtreppen noch weniger Nutzen haben, genau genommen gar keinen mehr.

Viele Grüße
André

EDIT: Anbei noch die Visualisierung der Planung von 2009. Der jetzt realisierte und nicht mehr ganz so optimale Entwurf rührt übrigens daher, dass man den Autoverkehr (!) entlang Unter den Linden während der Bauarbeiten nicht so stark einschränken wollte, und deswegen den ganzen Bahnhof aus der ursprünglichen Mittellage nach Süden verschoben hat. Im Ergebnis müssen die Nutzer des U-Bahnhofs nun bis in alle Ewigkeit längere Wege zurücklegen und zwingend noch eine Ampelkreuzung überwinden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 15:43 von andre_de.


Zitat
def
Ich habe gerade mal nachgeschaut: die nächste Verbindung mit einer Fahrzeit von 13 min (und natürlich ohne Nutzung von Fernverkehrszügen) wäre dann um 10:35. Sprich: es gibt sie einmal pro Stunde. Da würde die S21 doch wahrscheinlich doch ein besseres Angebot anbieten - und ein bequemeres mit gar keinem oder einem bahnsteiggleichen Umstieg.

Die in Deinem Beispiel aufgeführten 5 min Umsteigeweg am Gesundbrunnen scheinen mir auch nicht unbedingt tauglich für jede/n: Erst ist die S2 vielleicht 1 min zu spät, dann steigt man am Gesundbrunnen vielleicht nicht direkt an der Treppe aus, und dann ist es womöglich auch noch voll und man muss drei Bahnsteige. Sicher ist der Umstieg schaffbar, aber für manche/n nur mit Stress verbunden.

Ja, vielleicht hab ich zufällig die Extremvariante erwischt, mag sein. Aber, wie PD ja schreibt, ist sie eben durch Ortskundige auch schneller zu schaffen. Und sie ist, auch wie PD schreibt, deutlich häufiger zu haben als einmal die Stunde. Denn wenn ich nichts übersehen habe, gibt es 4 Nahverkehrszüge die Stunde von Gesundbrunnen nach Hbf.

Mir ging es aber eigentlich nur darum zu zeigen, dass die Verbindung Pankow - Hbf "dank der neuen U5 mit nur 24 Minuten" gar nicht so sehr "der Hammer" ist, sondern eher unterer Durchschnitt, selbst wenn man die Regionalexpresse ab Gesundbrunnen wegen "Cheaterei" ausblenden will. Denn man konnte schon seit längerei Zeit am Nordbahnhof in die Tram umsteigen (Fahrzeit insgesamt 20 Minuten) oder schon im Prinzip seit immer an der Friedrichstraße in die S-Bahn (Fahrzeit insgesamt 19 Minuten). Selbst mit der U5 geht schneller, nämlich mit Umstieg am Brandenburger Tor (Fahrzeit insgesamt 21 Minuten).
Bahnhof unter den Linden: in der Ursprungsplanung von 2009 (2 Einträge oben) kann ich aber auch nichts dolles entdecken - im Gegenteil. An den jeweiligen Bahnsteigenden der U5 fehlen Treppen und/oder Rolltreppen. Sieht so aus, als wenn sich alles in der Mitte häuft, Treppen, Rolltreppen und Aufzüge.
Ich denke, die ausgeführte Variante (hier unten) entzerrt die Verkehrsströme wesentlich besser über den gesamten Bahnsteig der U5, auch hat diese mehr Treppen+Rolltreppen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 18:55 von Jim Knopf vom Niederrhein.


@ jay: Danke für den anderen Betrachtungswinkel. Es scheint immer irgendiwe falsch und richtig zugleich zu sein. Wir werden uns daran gewöhnen.

@ André: Dank auch für den Variantenvergleich. Ich habe die Varianten mit Sicherheit schon gesehen, aber bei der Bauzeit...
Ich glaube nicht, daß Rücksichtnahme auf den Autoverkehr Unter den Linden zu diesen Verschiebungen geführt hat. Es wird eher ein größeres Problem gegeben haben, die U-Bahnausgänge an der Kreuzung im Quadrat zu positionieren. Es hätte die bauliche Möglichkeit gegeben die Ausgänge in die vorhandenen Gebäude zu integrieren, es wären dabei wohl viele aufgehaltene Hände gefüllt werden müssen. Die Juristen hätten damit auch viel "Spaß" gehabt.

Gruß O-37
Zitat
O-37
Ich glaube nicht, daß Rücksichtnahme auf den Autoverkehr Unter den Linden zu diesen Verschiebungen geführt hat. Es wird eher ein größeres Problem gegeben haben, die U-Bahnausgänge an der Kreuzung im Quadrat zu positionieren. Es hätte die bauliche Möglichkeit gegeben die Ausgänge in die vorhandenen Gebäude zu integrieren, es wären dabei wohl viele aufgehaltene Hände gefüllt werden müssen. Die Juristen hätten damit auch viel "Spaß" gehabt.

Jetzt gehen mal wieder Mutmaßung und Feststellung durcheinander. Mein Beitrag oben war keine Mutmaßung, sondern eine Feststellung. Aus dem Planfeststellungsbericht von 2011 zur Verschiebung des Bahnhofs nach Süden:

Zitat

Die Trasse wird im Bereich des Bahnhofs Unter den Linden um ca. 7 m nach Süden verschoben. Mit dieser Verschiebung kann die Nordseite der Straße Unter den Linden während der Bauzeit für den Straßenverkehr freigehalten werden.

sowie

Zitat

Nördlich der Mittelpromenade sind daher keine Verteilerebenen mehr vorgesehen und somit werden keine Bauarbeiten auf der Nordseite mehr erforderlich. Hierdurch wird es möglich, den Verkehr über die Nordfahrbahn zu führen.

Und die vier Zugänge an den Kreuzungsecken wären natürlich VOR den Gebäuden angeordnet worden, nicht in den Gebäuden. Dies kannst Du im Planausschnitt oben sehr gut sehen.

@Jim...: Der zweite Ausgang Richtung Charlottenstraße ist völlig unabhängig von der Ausbildung des Umsteigebereichs. Er wurde 2011 eingefügt, um einen zweiten Rettungsweg für den U5-Bahnsteig sicherzustellen. Dies wäre in beiden Varianten möglich gewesen und nötig geworden, die Ursprungsvariante hätte darüber hinaus sogar noch einen dritten westlichen Ausgang an der Glinkastraße ermöglicht.

Viele Grüße
André



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.12.2020 19:43 von andre_de.
Zitat
Wutzkman
Zitat
def
Ich habe gerade mal nachgeschaut: die nächste Verbindung mit einer Fahrzeit von 13 min (und natürlich ohne Nutzung von Fernverkehrszügen) wäre dann um 10:35. Sprich: es gibt sie einmal pro Stunde. Da würde die S21 doch wahrscheinlich doch ein besseres Angebot anbieten - und ein bequemeres mit gar keinem oder einem bahnsteiggleichen Umstieg.

Die in Deinem Beispiel aufgeführten 5 min Umsteigeweg am Gesundbrunnen scheinen mir auch nicht unbedingt tauglich für jede/n: Erst ist die S2 vielleicht 1 min zu spät, dann steigt man am Gesundbrunnen vielleicht nicht direkt an der Treppe aus, und dann ist es womöglich auch noch voll und man muss drei Bahnsteige. Sicher ist der Umstieg schaffbar, aber für manche/n nur mit Stress verbunden.

Ja, vielleicht hab ich zufällig die Extremvariante erwischt, mag sein. Aber, wie PD ja schreibt, ist sie eben durch Ortskundige auch schneller zu schaffen. Und sie ist, auch wie PD schreibt, deutlich häufiger zu haben als einmal die Stunde. Denn wenn ich nichts übersehen habe, gibt es 4 Nahverkehrszüge die Stunde von Gesundbrunnen nach Hbf.

Mir ging es aber eigentlich nur darum zu zeigen, dass die Verbindung Pankow - Hbf "dank der neuen U5 mit nur 24 Minuten" gar nicht so sehr "der Hammer" ist, sondern eher unterer Durchschnitt, selbst wenn man die Regionalexpresse ab Gesundbrunnen wegen "Cheaterei" ausblenden will. Denn man konnte schon seit längerei Zeit am Nordbahnhof in die Tram umsteigen (Fahrzeit insgesamt 20 Minuten) oder schon im Prinzip seit immer an der Friedrichstraße in die S-Bahn (Fahrzeit insgesamt 19 Minuten). Selbst mit der U5 geht schneller, nämlich mit Umstieg am Brandenburger Tor (Fahrzeit insgesamt 21 Minuten).

Und bequmer als mit dem Umstieg an der Friedrichstraße geht es eigentlich nicht, wenn nicht gerade mal wieder die Rolltreppen kaputt sind. Mit der S21 wird es natürlich noch besser, aber auf die Idee U2+U5 wäre ich nie gekommen.
Zitat
Bumsi
Und bequmer als mit dem Umstieg an der Friedrichstraße geht es eigentlich nicht, wenn nicht gerade mal wieder die Rolltreppen kaputt sind. Mit der S21 wird es natürlich noch besser, aber auf die Idee U2+U5 wäre ich nie gekommen.

Wird eben von der Fahrinfo auch vorgeschlagen =)
Zitat

Thomas Krickstadt am 5.12.2020 um 12.46 Uhr:

Und die ursprünglich für den kommenden Dienstag angekündigte Dokumentation wird schon heute um 20.15 Uhr gezeigt.

Nun online unter den folgenden Adressen zu finden: Dokumentations-Webseite, Mediathek, Direktlink.

Gruß, Thomas

PS: Laut RBB-Programmvorschau wird die Sendung am Dienstag, den 8.12.2020 von 21.15 Uhr bis 22 Uhr und am Mittwoch, den 9.12.2020 von 2.20 Uhr bis 3.05 Uhr wiederholt.

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
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