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U5 Alexanderplatz - Brandenburger Tor (Bauzeitraum ab 10/2014)
geschrieben von manuelberlin 
Zitat
der weiße bim

Elektrische Zugfahrten mit eigener Kraft sind erst nach behördlicher Abnahme der betriebsrelevanten Bahnanlagen im September 2020 durchführbar. Und natürlich während der Abnahme im Beisein der Verantwortlichen.

Wird zu diesem Zeitpunkt auch der Bahnhof "Unter den Linden abgenommen, oder werden die Stationen separat behandelt?
Zitat
Slighter
Wird zu diesem Zeitpunkt auch der Bahnhof "Unter den Linden abgenommen, oder werden die Stationen separat behandelt?

Die Abnahmen der baulichen und technischen Betriebsanlagen erfolgen grundsätzlich getrennt. In der BOStrab ist das so unterteilt:

" Betriebsanlagen
§ 15 Streckenführung
§ 16 Bahnkörper
§ 17 Oberbau
§ 18 Umgrenzung des lichten Raumes
§ 19 Sicherheitsräume
§ 20 Bahnübergänge
§ 21 Signalanlagen
§ 22 Zugsicherungsanlagen
§ 23 Nachrichtentechnische Anlagen
§ 24 Energieversorgungsanlagen
§ 25 Fahrleitungsanlagen
§ 26 Rückleitungen
§ 27 Beleuchtungsanlagen
§ 28 Rohrleitungen
§ 29 Brücken
§ 30 Tunnel
§ 31 Haltestellen
§ 32 Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige"

Die für den U5 Lückenschluss nichtzutreffenden Teile habe ich gestrichen.
In Anlehnung daran werden die abzunehmenden Anlagen gruppiert und die realisierten Betriebsanlagen mit den vor längerer Zeit erteilten Zustimmungsbescheiden verglichen, die Funktionen geprüft und das Vorliegen aller geforderten Nachweise kontrolliert. Das ist aufgrund des Umfangs und der begrenzten Personalstärke bei Bauträger, Behörde und künftigem Betreiber ein wochenlanger Prozess. Erst mit Erteilung sämtlicher Abnahmebescheide kann die Betriebsgenehmigung erfolgen, dann hat die Projektgesellschaft U5 ihren Part fertig und die BVG übernimmt alles in den Anlagenbestand.

Natürlich ist der Kreuzungsbahnhof "Unter den Linden" dabei, nur beim Bahnhof Museumsinsel wird wegen der späteren Fertigstellung eine Sonderlösung angestrebt.

so long

Mario
Bilder von der von Mario erwähnten Überführung gibt es nun ebenfalls hier auf der Projektseite.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Bilder von der von Mario erwähnten Überführung gibt es nun ebenfalls hier auf der Projektseite.

Sehr schöne Bilder! Ich kann s kaum noch erwarten bis November! Sofern mich Corona nicht vorher dahinrafft wird das das Highlight des Jahres für Bahn-Fans!
Zitat
BobV
Zitat
Stefan Metze
Bilder von der von Mario erwähnten Überführung gibt es nun ebenfalls hier auf der Projektseite.

Sehr schöne Bilder! Ich kann s kaum noch erwarten bis November! Sofern mich Corona nicht vorher dahinrafft wird das das Highlight des Jahres für Bahn-Fans!

Das und die Inbetriebnahme der Bahnstrecken zum BER.
Man darf gespannt sein wie schnell die U5 zur Entlastung der S-Bahn auf der Stadtbahn beitragen wird.

Und in Sachen Corona würde ich mir weniger um mich selbst Sorgen machen. Das hat man zum größten Teil selbst in der Hand.
Viel größer sind die Sorgen ob in den ausführenden Firmen lange genug ausreichend Arbeitskräfte verschont bleiben oder es nicht doch irgendwann zu einem Shutdown des gesellschaftlichen Lebens kommt.
Gleiches gilt für den BER. Hier sehe ich die Komparsen-Tests in Gefahr....und damit die Eröffnung im Herbst.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
In so einem Fall brauchen wir aber auch keinen Flughafen...

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
^
Das klingt mir zu dauerhaft ;-)
Natürlich benötigen wir im absoluten Fall dann gerade nicht den Flughafen...aber das gilt für die dann U5 auch.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
der weiße bim
Zitat
Slighter
Wird zu diesem Zeitpunkt auch der Bahnhof "Unter den Linden abgenommen, oder werden die Stationen separat behandelt?

Die Abnahmen der baulichen und technischen Betriebsanlagen erfolgen grundsätzlich getrennt. In der BOStrab ist das so unterteilt:

" Betriebsanlagen
§ 15 Streckenführung
§ 16 Bahnkörper
§ 17 Oberbau
§ 18 Umgrenzung des lichten Raumes
§ 19 Sicherheitsräume
§ 20 Bahnübergänge
§ 21 Signalanlagen
§ 22 Zugsicherungsanlagen
§ 23 Nachrichtentechnische Anlagen
§ 24 Energieversorgungsanlagen
§ 25 Fahrleitungsanlagen
§ 26 Rückleitungen
§ 27 Beleuchtungsanlagen
§ 28 Rohrleitungen
§ 29 Brücken
§ 30 Tunnel
§ 31 Haltestellen
§ 32 Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige"

Die für den U5 Lückenschluss nichtzutreffenden Teile habe ich gestrichen.
In Anlehnung daran werden die abzunehmenden Anlagen gruppiert und die realisierten Betriebsanlagen mit den vor längerer Zeit erteilten Zustimmungsbescheiden verglichen, die Funktionen geprüft und das Vorliegen aller geforderten Nachweise kontrolliert. Das ist aufgrund des Umfangs und der begrenzten Personalstärke bei Bauträger, Behörde und künftigem Betreiber ein wochenlanger Prozess. Erst mit Erteilung sämtlicher Abnahmebescheide kann die Betriebsgenehmigung erfolgen, dann hat die Projektgesellschaft U5 ihren Part fertig und die BVG übernimmt alles in den Anlagenbestand.

Natürlich ist der Kreuzungsbahnhof "Unter den Linden" dabei, nur beim Bahnhof Museumsinsel wird wegen der späteren Fertigstellung eine Sonderlösung angestrebt.

Warum sind "Signalanlagen" für den U5-Lückenschluss nicht nötig? Jede Fahrstrecke braucht doch Signale.
Zitat
Henning
Zitat
der weiße bim
Zitat
Slighter
Wird zu diesem Zeitpunkt auch der Bahnhof "Unter den Linden abgenommen, oder werden die Stationen separat behandelt?

Die Abnahmen der baulichen und technischen Betriebsanlagen erfolgen grundsätzlich getrennt. In der BOStrab ist das so unterteilt:

" Betriebsanlagen
§ 15 Streckenführung
§ 16 Bahnkörper
§ 17 Oberbau
§ 18 Umgrenzung des lichten Raumes
§ 19 Sicherheitsräume
§ 20 Bahnübergänge
§ 21 Signalanlagen
§ 22 Zugsicherungsanlagen
§ 23 Nachrichtentechnische Anlagen
§ 24 Energieversorgungsanlagen
§ 25 Fahrleitungsanlagen
§ 26 Rückleitungen
§ 27 Beleuchtungsanlagen
§ 28 Rohrleitungen
§ 29 Brücken
§ 30 Tunnel
§ 31 Haltestellen
§ 32 Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige"

Die für den U5 Lückenschluss nichtzutreffenden Teile habe ich gestrichen.
In Anlehnung daran werden die abzunehmenden Anlagen gruppiert und die realisierten Betriebsanlagen mit den vor längerer Zeit erteilten Zustimmungsbescheiden verglichen, die Funktionen geprüft und das Vorliegen aller geforderten Nachweise kontrolliert. Das ist aufgrund des Umfangs und der begrenzten Personalstärke bei Bauträger, Behörde und künftigem Betreiber ein wochenlanger Prozess. Erst mit Erteilung sämtlicher Abnahmebescheide kann die Betriebsgenehmigung erfolgen, dann hat die Projektgesellschaft U5 ihren Part fertig und die BVG übernimmt alles in den Anlagenbestand.

Natürlich ist der Kreuzungsbahnhof "Unter den Linden" dabei, nur beim Bahnhof Museumsinsel wird wegen der späteren Fertigstellung eine Sonderlösung angestrebt.

Warum sind "Signalanlagen" für den U5-Lückenschluss nicht nötig? Jede Fahrstrecke braucht doch Signale.

Weil Signalanlagen nur im Bereich der Straßenbahn vorkommen. Die Signale hier fallen unter Zugsicherungsanlagen. Das ist der Anstrich darunter.
Zitat
Bd2001

Weil Signalanlagen nur im Bereich der Straßenbahn vorkommen. Die Signale hier fallen unter Zugsicherungsanlagen. Das ist der Anstrich darunter.

Beste Grüße
Harald Tschirner


Die neue Ausgabe des Projekt-Newsletters mit weiteren Bildhaften Einblicken und zahlreichen Hintergrundinformationen ist hier als PDF abrufbar.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Im Bautagebuch zur U5 gibt es wieder einen neuen Beitrag mit Einblicken zum Baufortschritt im U-Bahnhof Unter den Linden.
Hier zu sehen.

--
Neues vom Ostkreuz im Ostkreuzblog
Zitat
Stefan Metze
Im Bautagebuch zur U5 gibt es wieder einen neuen Beitrag mit Einblicken zum Baufortschritt im U-Bahnhof Unter den Linden.
Hier zu sehen.

Danke für den Link. Zwei Fragen:

- Die Bauarbeiten gehen also trotz Corona weiter? (Interessierte Nachfrage, in keine Richtung wertend gemeint.)
- Auf dem einen Foto ist eine durchfahrende (?) U-Bahn zu sehen. Ist das die Überfahrungsfahrt von neulich oder wurden nun weitere/alle Bahnen von der U55 abgezogen?

Edit: Die zweite Frage habe ich mir gerade selbst beantwortet - das Foto wurde am 10. März schonmal veröffentlicht, es ist die Überführungsfahrt von neulich.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.03.2020 14:17 von def.
Wow schön, spannend.

Ist hinterm Gleis generell (also auf allen U-Bahnhöfen) soviel Platz für die erwähnte Unterkonstruktion?

Oder gibt es nur in diesem konkreten Fall soviel Platz dahinter, weil

(a) auf Grund der aufwendigen Architektur aus Statikgründen der Platz gebraucht wird?
(b) zwecks 3D-künstlerischer Gestaltung Schaukästen hinter das Gleis kommen sollen?
(c) dort irgendwelche Wartungsgänge vorgesehen sind, die nur in diesem konkreten Fall benötigt werden
(d)...?
Zitat
PassusDuriusculus
Wow schön, spannend.

Ist hinterm Gleis generell (also auf allen U-Bahnhöfen) soviel Platz für die erwähnte Unterkonstruktion?

Oder gibt es nur in diesem konkreten Fall soviel Platz dahinter, weil

(a) auf Grund der aufwendigen Architektur aus Statikgründen der Platz gebraucht wird?
(b) zwecks 3D-künstlerischer Gestaltung Schaukästen hinter das Gleis kommen sollen?
(c) dort irgendwelche Wartungsgänge vorgesehen sind, die nur in diesem konkreten Fall benötigt werden
(d)...?
Antwort d), Veränderte Vorschriften.

Die tragenden Bauwerkswände müssen revisionierbar sein. Konkret muss hier der Beton direkt in Augenschein genommen werden können. Dazu dienen diese Wartungsgänge.
Bei den anderen neuen Stationen ist das anders gelöst. So kann man zum Beispiel im Bahnhof Rotes Rathaus die Terrazzoplatten abnehmen, was allerdings ziemlich aufwändig ist, da man sie nur von oben nach unten abnehmen kann und von unten nach oben wieder einhängen kann. Wie die Lösung am Bahnhof Museumsinsel aussieht, weiß ich nicht.
Man hätte auch eine andere Lösung finden können, zum Beispiel eine Begutachtung mittels ferngesteuerter Kameras.

Viele ältere Bahnhöfe haben abnehmbare Wandverkleidungen, die ebenfalls diese Zweck erfüllen. Und bei wieder älteren Bahnhöfen wurde die Innenverkleidung integral mit der Wand ausgeführt, also der Rohbau verputzt, verklinkert, oder sonstwie verkleidet. Hier kann man die Betonwände nicht revisionieren, ohne die Verkleidung zu zerstören. Anscheinend fällt das dann aber unter den Bestandsschutz.

Seit wann diese Vorschriften zum mehrschaligen Ausbau gelten, und warum das zwingend so gemacht werden muss (mir leuchtet das nicht so ganz ein), das weiß ich nicht. Vielleicht wissen André oder Manuel mehr dazu.
Zitat
schallundrausch
Antwort d), Veränderte Vorschriften.
Das wird mit Sicherheit eine Rolle spielen - aber der Schildvortrieb könnte da auch noch eine Rolle gespielt haben.

Wenn man sich die Fotos anguckt, sieht es so aus, als wenn die tragende Wand mehr oder weniger bündig mit der Schildvortriebsröhre abschließt. War es nicht so, dass zuerst die Schlitzwände für die Stationen erstellt wurden und Bärlinde dann durch die Schlitzwände hindurchfuhr? Dementsprechend wäre der zusätzliche Platz hinter dem Gleis doch quasi schon der Bausausführung geschuldet.
Das würde auch erklären, wieso Rotes Rathaus anders aufgebaut ist - die Station liegt nicht im Schildvortriebsbereich, der fängt ja erst dahinter an.

~ Mariosch
Zitat
Mariosch
Zitat
schallundrausch
Antwort d), Veränderte Vorschriften.
Das wird mit Sicherheit eine Rolle spielen - aber der Schildvortrieb könnte da auch noch eine Rolle gespielt haben.

Wenn man sich die Fotos anguckt, sieht es so aus, als wenn die tragende Wand mehr oder weniger bündig mit der Schildvortriebsröhre abschließt. War es nicht so, dass zuerst die Schlitzwände für die Stationen erstellt wurden und Bärlinde dann durch die Schlitzwände hindurchfuhr? Dementsprechend wäre der zusätzliche Platz hinter dem Gleis doch quasi schon der Bausausführung geschuldet.
Das würde auch erklären, wieso Rotes Rathaus anders aufgebaut ist - die Station liegt nicht im Schildvortriebsbereich, der fängt ja erst dahinter an.

~ Mariosch


Das ist zwar korrekt, aber nicht ursächlich. Man hätte dem Bahnhof Unter den Linden auch anders konstruieren können. Oder umgekehrt, die weit nach hinten versetzten Wände hätten dem Bahnhof auch mehr 'Raum' und ein luftigeres Gefühl geben können.

Das mit der Revisionierbarkeit ist Fakt, das weiß ich sicher. Die muss zwingend vorliegen. Dass ma bei drei verschiedenen Bahnhöfen zu drei verschiedenen Lösungen gekommen ist, spricht für die Kreativität der Bauleute.
So sieht der Bahnsteigbereich Unter den Linden -unten- (Gleis 1 Richtung Hauptbahnhof) inzwischen aus, heller Terazzofußboden, Hintergleiswände und Rabitzdecke weitgehend fertig. Die Deckenlampen sind eingesetzt und angeschlossen, es fehlen noch Lautsprecher, Kameras und solche Sachen. Auf dem oberen Foto vom Bahnsteiganfang ist die Rauchschürze teilweise runtergefahren. Diese werden bei Ansprechen bestimmter Rauchmelder automatisch abgesenkt, um die Verrauchung der Bahnsteigmitte und der oberen Ebenen soweit zu verzögern, dass eine geordnete Evakuierung möglich ist.

Das untere Bild ist aus der U6-Ebene aufgenommen, entlang der abgedeckten Dreifach-Fahrtreppen zu direkten Verbindung U5-U6, unten der U5-Bahnsteig. Im Hintergrund oben durchfährt ein Zug der U6 nach Alt-Mariendorf von rechts nach links langsam den künftigen Kreuzungsbahnhof.

so long

Mario


Zitat
def
Zwei Fragen:

- Die Bauarbeiten gehen also trotz Corona weiter? (Interessierte Nachfrage, in keine Richtung wertend gemeint.)

Ja, klar. Die Termine sind fix.
Im Grunde sind außer Museumsinsel hauptsächlich Restarbeiten und Schönheitsreparaturen zu erledigen. Das braucht nun keine Hundertschaften Bauarbeiter mehr, sondern einzelne Handwerker, meist zu zweit in festen Teams unterwegs.

Bei der Gelegenheit noch zwei Bilder. Oben nochmals die U6 Ebene mit dem Treppenzugang östlich der Kreuzung Unter den Linden / Friedrichstraße und dem oberen Ende der langen Dreifachfahrtreppen zur U5. Darunter derselbe neue Zugang aus der Straßenebene (Blick nach Osten). Rechts der noch verhüllte gläserne Aufzug, der den Mittelstreifen mit der U6 und U5-Ebene verbinden wird. Ein zweiter Aufzug ist auf der Westseite der Friedrichstraße im Bau.

so long

Mario


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