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Aktualität und Richtigkeit der Fahrgastinformation II
geschrieben von Alter Köpenicker 
Für 5 Tage neue Aushänge bei der U-Bahn und Silvester noch nicht einmal dabei. Nicht übel BVG.
Wenn wir schon bei Anzeigen sind: Wie hat man es eigentlich geschafft, dass gefühlt jeder zweite Scania nur einen stark vergrößerten Ausschnitt (oben links) von dem eigentlichen Anzeigeinhalt anzeigt? Unabhängig davon, dass in vielen Scanias gar keine Anzeigen funktionieren oder ein Wackelkontakt vorliegt...
Ist das jetzt bei der S-Bahn Standard, dass bei der Abfertigung nicht mehr das Ziel der Linie angesagt wird. Also nur noch: "S5 ... zurückbleiben bitte"
Sowohl heute auf der S5 als auch auf der Ringbahn in beiden Richtungen mitbekommen.
Zitat
Flexist
Ist das jetzt bei der S-Bahn Standard, dass bei der Abfertigung nicht mehr das Ziel der Linie angesagt wird. Also nur noch: "S5 ... zurückbleiben bitte"
Sowohl heute auf der S5 als auch auf der Ringbahn in beiden Richtungen mitbekommen.

Jo, ist jetzt Standard.
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn man nur das Ziel ansagt, weil es verschiedene Richtungen gibt. Nur mit der Liniennummer ist es etwas ungenau.
Zitat
Henning
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn man nur das Ziel ansagt, weil es verschiedene Richtungen gibt. Nur mit der Liniennummer ist es etwas ungenau.

Am Besten wäre es, wenn man nur "zurückbleiben bitte" sagt. Die Ansage kommt ja nicht vom Bahnsteiglautsprecher, sondern vom Zug, dessen Standort man ja anhand der Ansage zuordnen kann. Oder würde hier jemand vom "zurückbleiben bitte" einer S42 beeindruckt sein, wenn er in die S41 einsteigen will? Also man weiß ja, dass man genau dort dann nicht mehr einsteigen soll, da sind Linie und Ziel eigentlich völlig unerheblich. Funktioniert ja auch bei der U-Bahn wunderbar.

Wenn man aber schon etwas zusätzlich ansagen muss, erscheint mir das Ziel auch sinnvoller.
Ich weiß, dass die Ansage vom Zug kommt. Von manchen Bahnsteigen fahren aber Züge mit verschiedenen Zielen ab. Daher finde ich die Ansage "Zug nach ... zurückbleiben bitte" und bei den Ringlinien S41 und S42 "Ringbahn im / gegen Uhrzeigersinn ... zurückbleiben bitte" am besten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.12.2018 21:04 von Henning.
Zitat
Henning
Ich weiß, dass die Ansagen vom Zug kommt. Von manchen Bahnsteigen fahren aber Züge mit verschiedenen Zielen ab. Daher finde ich die Ansage "Zug nach ... zurückbleiben bitte" und bei den Ringlinien S41 und S42 "Ringbahn im / gegen Uhrzeigersinn ... zurückbleiben bitte" am besten.

Deine Ansicht ist ja zu respektieren und findet ja auch hier im Forum viel Unterstützung. Kann man durchaus so sehen, ich persönlich kann dem aber nicht viel abgewinnen. Wenn ich Frankfurter Alllee auf den Bahnsteig komme, fahren dort eben auch Züge in verschiedene Richtungen ab und dennoch genügt ein "Zurückbleiben bitte". Ich würde nie auf die Idee kommen, den Warnruf des Zuges nach Hönow für den nach Alexanderplatz zu verstehen, an dem ich mich befinde, weil ich da einsteigen will.

"Zurückbleiben bitte" heißt eben nicht mehr einsteigen, ganz egal, wohin der Zug fährt. Das Ziel anzusagen ruft eben nur wieder dazu auf, sich dann doch noch zu überlegen, ob man da nicht mitfahren und noch reinspringen sollte. Und genau das ist eben nicht Sinn und Zweck der Sache, wenn man zurückbleiben soll.
Zitat
Henning
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn man nur das Ziel ansagt, weil es verschiedene Richtungen gibt. Nur mit der Liniennummer ist es etwas ungenau.

Würde dann "Zug nach Flughafen Schönefeld, zuuuuurückbleiben bitte." am oberen oder einem der unteren Bahnsteige in Westkreuz angesagt? ;-)

Btw: Bei einer kleinen Rundreise vor zwei Woche habe ich festgestellt, dass es sowohl bei der Prager als auch bei der Warschauer Metro überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnsteig gibt, da schaffen die Leute auch die Richtungsangabe zu lesen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.12.2018 18:18 von fatabbot.
Zitat
fatabbot
... habe ich festgestellt, dass es sowohl bei der Prager als auch bei der Warschauer Metro überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnsteig gibt, da schaffen die Leute auch die Richtungsangabe zu lesen.

Hierzulande gibt es aber sehr viele Fahrgäste mit eingeschränkten Fähigkeiten, die nicht diskriminiert werden dürfen. Deshalb gibt es auf Berliner U-Bahnsteigen seit jeher mündliche Ansagen, vor allem für Sehbehinderte aber auch für Analphabeten eine wertvolle Hilfe.

so long

Mario
Zitat
fatabbot
Zitat
Henning
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn man nur das Ziel ansagt, weil es verschiedene Richtungen gibt. Nur mit der Liniennummer ist es etwas ungenau.

Würde dann "Zug nach Flughafen Schönefeld, zuuuuurückbleiben bitte." am oberen oder einem der unteren Bahnsteige in Westkreuz angesagt? ;-)

Btw: Bei einer kleinen Rundreise vor zwei Woche habe ich festgestellt, dass es sowohl bei der Prager als auch bei der Warschauer Metro überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnsteig gibt, da schaffen die Leute auch die Richtungsangabe zu lesen.

Dieser Satz wird in Westkreuz natürlich an einem der unteren Bahnsteige angesagt, da nur von dort aus Züge nach Flughafen Schönefeld abfahren.

Die Metro in Prag und Warschau haben auf jeder Strecke im Gegensatz zu der Berliner S-Bahn nur eine Linie. Daher ist eine Ansage nicht wirklich nötig. Bei der Berliner U-Bahn war es bis vor der Verlängerung der U3 zur Warschauer Straße auch fast genauso.

Meiner Meinung ist die Ansage nur dann nötig, wenn von einem Gleis mehrere Linien abfahren.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.12.2018 23:29 von Henning.
Zitat
der weiße bim
Zitat
fatabbot
... habe ich festgestellt, dass es sowohl bei der Prager als auch bei der Warschauer Metro überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnsteig gibt, da schaffen die Leute auch die Richtungsangabe zu lesen.

Hierzulande gibt es aber sehr viele Fahrgäste mit eingeschränkten Fähigkeiten, die nicht diskriminiert werden dürfen. Deshalb gibt es auf Berliner U-Bahnsteigen seit jeher mündliche Ansagen, vor allem für Sehbehinderte aber auch für Analphabeten eine wertvolle Hilfe.

Sind für Polen und Tschechien Leute mit eingeschränkten Fähigkeiten irrelevant?
Ich nehme es tatsächlich an. Für diejenigen gibt es da noch keine Lobby. Sie sind daher im Straßenbild auch kaum auszumachen, vermutlich aus ähnlichen Gründen, aus denen es hier vor zwanzig Jahren auch noch so war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Tschechien oder Polen weniger Menschen solche gesundheitlichen Probleme haben als in Deutschland.

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)
Das ist aber kein polnisches oder tschechisches Phänomen, es trifft vielmehr generell auf das Ausland zu. Noch nirgendwo habe ich so viele Rollstühle und vor allem Rollatoren wie in Deutschland gesehen. Vor allem letztere scheinen im Ausland bislang noch gar nicht erfunden worden zu sein.

Aktuelles Beispiel: Während sich hierzustadt die Rollifahrer im ÖPNV quasi die Klinke in die Hand geben, habe ich letzte Woche in Rom gerade mal einen in der Straßenbahn gesehen.


Es fährt keinmal am Tag ein Bus und das in beide Richtungen.
Das trifft quasi für den ganzen Ostblock zu..dort werden die Rollatoren eben nicht per Krankenkassen und Pflegemafia verteilt.
Erstaunlicherweise sind mir in Sarajevo nicht mal Kriegsversehrte sichtlich aufgefallen wie im Berlin der 60iger/70 Jahre, was man als Kind noch mitbekommen hatte
Und überall schafft der Rest relativ problemlos in Hochflurwagen einzusteigen..ohne Treppen-App.

T6JP
Zitat
der weiße bim
Zitat
fatabbot
... habe ich festgestellt, dass es sowohl bei der Prager als auch bei der Warschauer Metro überhaupt keine Ansagen auf dem Bahnsteig gibt, da schaffen die Leute auch die Richtungsangabe zu lesen.

Hierzulande gibt es aber sehr viele Fahrgäste mit eingeschränkten Fähigkeiten, die nicht diskriminiert werden dürfen. Deshalb gibt es auf Berliner U-Bahnsteigen seit jeher mündliche Ansagen, vor allem für Sehbehinderte aber auch für Analphabeten eine wertvolle Hilfe.

Dennoch würde es aus meiner Sicht reichen folgendes durchzusagen "Linie nach Ziel, einsteigen (bitte)" und dann nur mit Piepen ohne Durchsage Türen schließen und dann abfahren. Das klappt bei uns in Hamburg ganz gut (wobei bei U-Bahn und den älteren S-Bahnen (BR 474) auf eine Ansage verzichtet wird). Es sollte die Devise gelten, nur so viel wie nötig zu informieren.

Viele Grüße

Roman – Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat

Dennoch würde es aus meiner Sicht reichen folgendes durchzusagen "Linie nach Ziel, einsteigen (bitte)" und dann nur mit Piepen ohne Durchsage Türen schließen und dann abfahren. Das klappt bei uns in Hamburg ganz gut

Ihr Hamburger macht es aus meiner Sicht richtig. Wir haben hier nun die Ansage: "S2 nach Buch" und später: "S2 zurückbkleiben bitte".

In FFM gab es die Ansage: "Zur S7 nach Riedstadt Goddelau einsteigen bitte" übrigens auch nur am Startbahnhof, dazwischen nur "zurückbleiben bitte", zwischen 22 und 6 Uhr nicht mal mehr das. Beim 423 gab es überhaupt keine Ansagen, nur die am Bahnsteig.

Hier in Berlin ist alles doppelt gemoppelt.
Zitat
Alter Köpenicker
Das ist aber kein polnisches oder tschechisches Phänomen

In London habe ich bisher auch weder Rolli noch Radfahrer gesehen, in Stockholm auch nicht und in China auch nicht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.12.2018 03:03 von Railroader.
Zitat
Philipp Borchert
Ich nehme es tatsächlich an. Für diejenigen gibt es da noch keine Lobby. Sie sind daher im Straßenbild auch kaum auszumachen, vermutlich aus ähnlichen Gründen, aus denen es hier vor zwanzig Jahren auch noch so war.

Dazu ein Artikel, allerdings aus 2010.

[www.taz.de]
Zitat
T6Jagdpilot
Das trifft quasi für den ganzen Ostblock zu..dort werden die Rollatoren eben nicht per Krankenkassen und Pflegemafia verteilt.
Erstaunlicherweise sind mir in Sarajevo nicht mal Kriegsversehrte sichtlich aufgefallen wie im Berlin der 60iger/70 Jahre, was man als Kind noch mitbekommen hatte
Und überall schafft der Rest relativ problemlos in Hochflurwagen einzusteigen..ohne Treppen-App.

Och Mensch, das wurde Dir doch schon mehrmals erklärt: diejenigen, die das nicht können, siehst Du doch als Tourist gar nicht, weil sie im schlimmsten Fall gar nicht aus dem Haus kommen oder im weniger schlimmen Fall auf die Hilfe ihres persönlichen Umfeldes angewiesen sind. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt.

Und da Du mutmaßlich auch nicht sämtliche Ostblocksprachen* auf einem Niveau beherrschst, dass Du Gesprächen in der Bahn folgen kannst, dürften auch die meisten Gesprächsfetzen à la "Ich muss noch meine Oma zum Arzt bringen" oder "Ich muss noch für meine Nachbarin in die Apotheke" unverstanden an Dir vorbeigehen.

____
* die kommen immerhin aus vier Sprachfamilien - neben der slawischen auch aus der romanischen (Rumänisch), finno-ugrischen (Ungarisch, Estnisch) und sogar aus der indogermanischen (Litauisch, Lettisch)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.12.2018 07:57 von def.
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