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Neue lange Straßenbahnen für die BVG
geschrieben von Micha 
[www.morgenpost.de]

"Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben erstmals 50 Meter lange Fahrzeuge bestellt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte."

Heute ist zwar erst Dienstag, aber was soll's. Die letztens noch genannten 107 Bahnen waren wohl seitens der Presse ein Fehler.

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Serviervorschlag
... und ein Modell wird nicht genannt? Oder soll dieses erst speziell entwickelt werden?
Zitat
Micha
> Pressemitteilung der BVG

Damit dürfte auch das Ende der KT4D für den letzten Freak unwiderruflich feststehen... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
m7486
... und ein Modell wird nicht genannt? Oder soll dieses erst speziell entwickelt werden?

Na ja, heute musste zunächst "nur" mitgeteilt werden, dass mit Ablauf der Einspruchsfrist formal der rechtssichere Auftrag erteilt werden konnte. Das ist für die Beteiligten relevant.

Ähnlich wie bei den J/Jk der U-Bahn wird es jetzt wohl in ein paar Tagen oder spätestens im Januar 2021 eine Pressekonferenz mit Details geben...

Viele Grüße
Arnd
Weshalb schon wieder auf der M4 ? Dort sind schon GT6 Doppeltraktionen und ein dichter Takt. :-(
Verstehe ich auch nicht. Zunächst müsste mal auf M6 und M8 was getan werden. Da auf diesen beiden Linien der 10-Minuten-Takt seit Jahren in Stein gemeißelt zu sein scheint und es vermutlich auch noch 'ne Weile bleibt, sollten eher hier die neuen längeren Einheiten eingesetzt werden. Oder man überlegt sich, auch hier mal am Angebot zu schrauben.

Ich kenne vor Allem die M6 in Hellersdorf, die ist fast immer voll. Und in Zeiten ohne die 18 erst Recht.

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Serviervorschlag
Zitat
Arnd Hellinger

Damit dürfte auch das Ende der KT4D für den letzten Freak unwiderruflich feststehen... :-)
Naja, wie lange soll man denn solche alten Wagen noch herumfahren lassen? Selbst bei der U-Bahn kann man die A3L als Museumsbahnen bezeichnen wenn man bedenkt, dass der Typ D/DL schon lange ausgemustert ist.
Zitat
Arnd Hellinger

Damit dürfte auch das Ende der KT4D für den letzten Freak unwiderruflich feststehen... :-)

Das dürfte dann wohl Ende 2022 sein, obwohl einige Fahrzeuge meines Wissens bis 2025 noch Fristen haben.
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Arnd Hellinger
Damit dürfte auch das Ende der KT4D für den letzten Freak unwiderruflich feststehen... :-)
Naja, wie lange soll man denn solche alten Wagen noch herumfahren lassen? Selbst bei der U-Bahn kann man die A3L als Museumsbahnen bezeichnen wenn man bedenkt, dass der Typ D/DL schon lange ausgemustert ist.

Das Ende der KT4D soll am Beginn des nächsten Bauabschnitts auf der Nord-Süd-Tangente liegen. Meistens kommt es aber anders, denn in den meisten Tatrabetrieben tauchen sie nach dem Abschied noch hin und wieder auf - siehe Dresden, Halle, Magdeburg ...

A3L: Nur die A3L71 werden im Laufe des kommenden Jahres entsorgt, die jüngeren A3L92 müssen noch viele Jahre durchhalten.

so long

Mario
Zitat
GraphXBerlin
Zitat
Arnd Hellinger

Damit dürfte auch das Ende der KT4D für den letzten Freak unwiderruflich feststehen... :-)
Naja, wie lange soll man denn solche alten Wagen noch herumfahren lassen? Selbst bei der U-Bahn kann man die A3L als Museumsbahnen bezeichnen wenn man bedenkt, dass der Typ D/DL schon lange ausgemustert ist.

Genau. Man kann auch den Vergleich zwischen den Stahldoras und den A3E machen.

Es ist Klasse, dass Berlin in nächster Zeit viele neue Straßenbahnen bekommen werden. In Köln und Bonn werden z. B. alte Stadtbahnen aus den 1970er- und 1980er-Jahren modernisiert, die teilweise noch älter als die allerersten KT4D sind. Diese Fahrzeuge sind eigentlich auch Museumsbahnen.
Zitat
Henning
Es ist Klasse, dass Berlin in nächster Zeit viele neue Straßenbahnen bekommen werden. In Köln und Bonn werden z. B. alte Stadtbahnen aus den 1970er- und 1980er-Jahren modernisiert, die teilweise noch älter als die allerersten KT4D sind.

Die Zweiterstellung von Stadtbahnwagen B ist vergleichbar mit dem Berliner U-Bahnbereich. Hier wurden zuletzt auch noch Altwagen der Reihen F74 und F76 ertüchtigt, so dass sie weitere 1 bis 2 Millionen Kilometer durchhalten ohne größere Fahrzeugstörungen.

Im kurzlebigeren Straßenbahnbereich haben die Kölner Verkehrsbetriebe erst kürzlich, am 25.11.2020 bei ALSTOM zunächst 64 Stück neu entwickelte, 60 Meter lange und 2,65 Meter breite Citadis-Teilniederflur-Straßenbahnwagen (mit richtigen Drehgestellen!) bestellt. Damit wird die erste Niederflurgeneration (K4000) der Baujahre ab 1995 ersetzt, von denen seinerzeit 124 Wagen der 30-Meter-Klasse beschafft wurden. Die sind wie unsere nichtertüchtigten GT6 heute, meist in Doppeltraktion unterwegs.

so long

Mario
Zitat
Mont Klamott
Weshalb schon wieder auf der M4 ? Dort sind schon GT6 Doppeltraktionen und ein dichter Takt. :-(
Weil die dort verkehrenden Bahnen des Typs GT6 altersbedingt mit dieser Neubeschaffung ersetzt werden sollen.
Auch wenn hier viele über die Tatras und deren weitere Einsatzperspektive nachdenken, ist man bei der BVG gedanklich schon bei der Abstellung der GT6er.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.12.2020 04:37 von M48er.
Zitat
Philipp Borchert
Verstehe ich auch nicht. Zunächst müsste mal auf M6 und M8 was getan werden. Da auf diesen beiden Linien der 10-Minuten-Takt seit Jahren in Stein gemeißelt zu sein scheint und es vermutlich auch noch 'ne Weile bleibt, sollten eher hier die neuen längeren Einheiten eingesetzt werden. Oder man überlegt sich, auch hier mal am Angebot zu schrauben.

Ich kenne vor Allem die M6 in Hellersdorf, die ist fast immer voll. Und in Zeiten ohne die 18 erst Recht.
Letztgenanntes überrascht mich jetzt. So voll habe ich die M6 in Tagesrandlage in Hellersdorf bisher nicht erlebt. Das wäre für mich aber vor allem ein Argument für längere Betriebszeiten der 18 als für 50-Meter-Bahnen in Hellersdorf.

Und wenn es im Schüler- oder Berufsverkehr voll ist:
Bevor man längere Bahnen in Hellersdorf einsetzt, sollte man eher die Verstärker der M6 verlängern, die derzeit in Marzahn am S-Bahnhof enden.
Ja, die Verstärker der M6 bis zum Betriebshof und ohne die Pause von 9-14 Uhr, Mittags ist die Linie echt grauenvoll wenn man z. B. Rhinstr. Richtung Alex fahren will.
Bleibt noch das Problem mit der Kapazität ins Zentrum (eigentlich ist hier ab S Landsberger Allee eine U-Bahn Richtung Alex nötig).
Zitat
Bombardier Pressemitteilung (Auszug)

Bombardier gewinnt Auftrag zur Lieferung von bis zu 117 neuen FLEXITY-Straßenbahnen für die Berliner Verkehrsbetriebe
Die neuen FLEXITY-Straßenbahnen sind mit innovativen, geräuscharmen Fahrgestellen ausgestattet, die die Lebenszykluskosten signifikant reduzieren und sie verfügen über eine Klimaanlage mit energiesparender Wärmepumpe 50 Meter lange Straßenbahnen bieten mehr FahrgastkapazitätBombardier übernimmt die komplette Materialversorgung für die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge

BERLIN, Dec. 16, 2020 (GLOBE NEWSWIRE) -- Foto zu dieser Pressemitteilung finden Sie unter den folgenden Link: [www.globenewswire.com]

Der globale Mobilitätsanbieter Bombardier Transportation hat von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) den Zuschlag für einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 117 BOMBARDIER FLEXITY-Straßenbahnen und deren Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre erhalten. Der Auftragswert beläuft sich auf bis zu rund 571 Millionen Euro (693 Millionen US-Dollar). Gleichzeitig hat die BVG eine erste Bestellung über 20 Bahnen und deren Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre abgerufen. Der Auftragswert dieses Abrufs beläuft sich auf rund 115 Millionen Euro (140 Millionen US-Dollar).

„Ich bedanke mich für das Vertrauen und die Gelegenheit, mit diesem neuen Auftrag ein weiteres Kapitel unserer dreißigjährigen guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit aufzuschlagen. Wir freuen uns, die BVG auch weiterhin mit modernen FLEXITY-Straßenbahnen beliefern dürfen. Zum ersten Mal übernimmt Bombardier nun auch die komplette Materialversorgung für die BVG über die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge zu einem festen Kilometerpreis und bietet damit Kalkulationssicherheit“, sagte Marco Michel, Deutschlandchef bei Bombardier Transportation.

„Die neuen FLEXITY-Fahrzeuge sind eine konsequente Weiterentwicklung der bewährten Bahnen, die mit innovativen Fahrwerken leiser und mit der dazugehörigen Antriebstechnik energieeffizienter durch die Stadt rollen werden und damit ein wichtiger Baustein für das Erreichen der Berliner Klimaschutzziele sind“, ergänzte Dirk Wunderlich, zuständig für das Nahverkehrsgeschäft bei Bombardier Transportation.

Mit dieser ersten Bestellung erhält die Berliner FLEXITY- Straßenbahnfamilie eine neue Generation. Sie wird dabei zunächst um drei fünfteilige und 17 neunteilige Fahrzeuge ergänzt. Die extralangen Straßenbahnen sind mit einer Länge von 50 Metern zehn Meter länger als alle anderen BVG-Straßenbahnen und bieten mehr Fahrgastkapazität. Die neuen Bahnen sind mit einem ebenen Fußboden über den Fahrwerken sowie mit breiteren Durchgängen ausgestattet. Eine verringerte Einstiegshöhe ermöglicht zudem einen barrierefreien Zugang in die Straßenbahn und sorgt damit für einen schnellen Fahrgastwechsel, der zu einer höheren Fahrplantreue beitragen kann.

Großzügige, barrierefreie Multifunktionsbereiche bieten viel Platz für Fahrgäste, Kinderwagen, Rollstühle oder Fahrräder. Sitzende Fahrgäste können sich auf einen unverbauten Blick nach draußen freuen. Zudem werden die Fahrzeuge mit modernster Sicherheitstechnik wie dem weltweit ersten zugelassenen Fahrerassistenzsystem ODAS (Obstacle Detection Assistance System) zur Kollisionsvermeidung ausgestattet. Das große Sichtfeld des Fahrers, sowie dessen geräumiger und ergonomisch optimierter Arbeitsplatz mit Touchscreen-Displays, ermöglichen einen guten Überblick und sorgen damit ebenfalls für erhöhte Sicherheit. Die neuen Straßenbahnen sollen ab Ende 2022 ausgeliefert werden.

Die Anzahl FLEXITY-Straßenbahnen in Berlin wird mit diesem ersten Abruf auf insgesamt 251 Fahrzeuge wachsen. Die letzte Bahn für die Bestandsflotte, die dann aus insgesamt 231 FLEXITY-Straßenbahnen besteht, wird 2021 geliefert. In 42 deutschen Städten fahren rund 1.000 FLEXITY-Straßenbahnen von Bombardier. Mehr als 5.000 Straßen- und Stadtbahnen aus dem Hause Bombardier sind weltweit erfolgreich im Fahrgasteinsatz oder bestellt.



Beste Grüße
Harald Tschirner
Das wird aber auf lange Sicht nicht die GT6 Fahrzeuge ablösen. Also können wir nur darauf hoffen, das es neue Betriebshöfe mit genug Kapazität gibt, die auch Bombardier die Möglichkeit gibt solche Fahrzeuge zu warten. Mit diesem Vertrag wird dem Wirtschaftskapitalismus Tür und Tor geöffnet in den ÖPNV einzudringen. Dann kann Bombardier bestimmen wo und wann die Fahrzeuge eingesetzt werden und die Stadt Berlin weniger Mitspracherechte bei der Erweiterung des Netzes hat. Wo auf den Bestandsbetriebshöfen gibt es Flächen um eine Instandhaltung der neuen Fahrzeuge zu bewerkstelligen?
BVG Personal was bisher die Instandhaltung und Wartung durchgeführt hat, muss sich dann mit den Bombardier Mitarbeitern den Platz und die Zeit teilen.
Arbeitsstände müssen dann in doppelter Ausführung vorhanden sein, um Bestandsfahrzeuge und Neufahrzeuge zu warten.
Die Bestandsfahrzeuge sind nun einmal die GT6 und bisher angeschafften Flexity´s welche die BVG wartet.
Da die GT6 am Ende ihrer Nutzungsdauer sind, ist es legitim einen Nachfolgetyp zu bestellen, aber einen Wartungsvertrag gleichzeitig mit abzuschließen musste nicht sein.
Das nimmt der Stadt Berlin viele Mitspracherechte bei der Streckenerweiterung und weiteren Fahrzeugbeschaffung.

Mfg alf1136.
Zitat
alf1136
Also können wir nur darauf hoffen, das es neue Betriebshöfe mit genug Kapazität gibt, die auch Bombardier die Möglichkeit gibt solche Fahrzeuge zu warten. Mit diesem Vertrag wird dem Wirtschaftskapitalismus Tür und Tor geöffnet in den ÖPNV einzudringen. Dann kann Bombardier bestimmen wo und wann die Fahrzeuge eingesetzt werden und die Stadt Berlin weniger Mitspracherechte bei der Erweiterung des Netzes hat.

Wo hast du gelesen, dass Bombardier auch einen Wartungsvertrag von der BVG erhalten hat?
In der von Harald zitierten Pressemitteilung ist lediglich die Rede von einer "Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre". Das bedeutet nix mehr als dass Bombardier zusichert bis zu 32 Jahre lang Ersatzteile für ihre ausgelieferten Bahnen an die BVG zu liefern. Den Einbau der Ersatzteile würde demnach also weiterhin die BVG (oder ein anderweitig beauftragtes Unternehmen) ausführen.
Hoffentlich gibt es zur Abwechslung mal eine andere Frontgestaltung.
Zitat
Bimmelbahn
Zitat
alf1136
Also können wir nur darauf hoffen, das es neue Betriebshöfe mit genug Kapazität gibt, die auch Bombardier die Möglichkeit gibt solche Fahrzeuge zu warten. Mit diesem Vertrag wird dem Wirtschaftskapitalismus Tür und Tor geöffnet in den ÖPNV einzudringen. Dann kann Bombardier bestimmen wo und wann die Fahrzeuge eingesetzt werden und die Stadt Berlin weniger Mitspracherechte bei der Erweiterung des Netzes hat.

Wo hast du gelesen, dass Bombardier auch einen Wartungsvertrag von der BVG erhalten hat?
In der von Harald zitierten Pressemitteilung ist lediglich die Rede von einer "Ersatzteilversorgung für bis zu 32 Jahre". Das bedeutet nix mehr als dass Bombardier zusichert bis zu 32 Jahre lang Ersatzteile für ihre ausgelieferten Bahnen an die BVG zu liefern. Den Einbau der Ersatzteile würde demnach also weiterhin die BVG (oder ein anderweitig beauftragtes Unternehmen) ausführen.

Und selbst wenn: Fahrzeugwartung durch den Hersteller ist ein absolut übliches Vergabemodell, das vielerorts ohne Probleme angewendet wird. Den Fahrzeugeinsatz steuert und bestimmt selbstverständlich der Betreiber und nicht der Hersteller!

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
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