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Kurzmeldungen Juni 2021 - Thema beendet, Juli-Thema nutzen!
geschrieben von B-V 3313 
Glückwunsch M69, dieses "Ost gegen West" hatten wir lange nicht mehr.
Diese Statistik ist mir zu pauschal..

in Brandenburg ist wieder mal einer gegen den Baum gegurkt-angesichts der noch vorhandenen Alleen ein häufiger Unfallpunkt,
in NRW gibts solche Straßen seltener-und jede Region hat so ihre Spezies beim Autofahren..
NRW hat die mit dem SU Kennzeichen (Sau unterwegs) ,Brandenburg hat MOL ( Mörder ohne Lizenz) ,bzw OHV (Ohne Hirn und Verstand),
in Leipzig "freut" man sich über die mit MTL ( Mutantenland) usw. usf..
Spitzenreiter unter den die sich auf der Straße nicht benehmen können sind osteuropäische Fahrer,
die Unfalldichte auf der Warschauer Allee (A2) dürfte die Brandenburger Statistik zusätzlich hochtreiben.

Für den Radfahrer mit Überlebenswillen gehört der Schulterblick bei Fahrspurwechsel bzw an Kreuzungen allerdings mit zur Lebenserwartungssteigerung.

T6JP
Richtig, diese Statistiken sagen nicht viel aus. Eine in Köln geborene und in Hamburg aufgewachsene Person ist mit einem in München zugelassenen Mietwagen auf der Berliner Stadtautobahn unterwegs und verunglückt. Wo und wie soll man das einordnen?

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
Zitat
T6Jagdpilot
Für den Radfahrer mit Überlebenswillen gehört der Schulterblick bei Fahrspurwechsel bzw an Kreuzungen allerdings mit zur Lebenserwartungssteigerung.

Völlig richtig. Dazu gehört aber der Zusatz, dass dies die Fehler der anderen nicht entschuldigt.

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Für mehr gelbe Farbe im Netzplan: die Farben der U4 und U7 tauschen!
def
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 07:54
Zitat
PassusDuriusculus
Also ich als Autohasser ;-p und Radfahrer kann an jeder Kreuzung mit verminderter Geschwindigkeit (vllt. so 16-18 km/h) auf unangekündigte Rechtsabbieger achten und komme trotzdem pünktlich zu meinen Schülern, Kunden, Kollegen.

Ja, ich versuche auch, im Bereich von Kreuzungen und Einmündungen nicht unmittelbar rechts neben einem Auto zu fahren, allein aus Selbstschutz. Aber zugleich finde ich die ganze Diskussion extrem schwierig, weil bei einem etwaigen Unfall ein Teil der Verantwortung beim verunglückten Radfahrer abgeladen wird, schließlich muss man doch auch mal auf seine Vorfahrt verzichten!

Zur Erinnerung: bei diesen Gefahrensituationen haben die Autofahrenden gleich zwei eklatante Verstöße begangen: sie haben ihr potenzielles Tötungswerkzeug in eine bestimmte Richtung bewegt, ohne zu schauen, ob dort frei ist, und sie sind abgebogen, ohne es anzukündigen. Zumindest im Wiederholungsfall eines Verstoßes oder in Kombination beider disqualifiziert es die Person am Steuer eigentlich völlig zur Führung eines Kraftfahrzeugs.

Das Blinken ist übrigens nicht nur dafür da, die pösen Radfahrenden vor dem eigenen potenziellen Tötungswerkzeug zu warnen oder gar illegal die eigene Vorfahrt durchzusetzen, es dient auch dazu, nachfolgenden Autos ein etwaiges Abbremsen anzukündigen (weshalb es schon vor Anleitung des Bremsvorgangs zu beginnen ist) - so habe ich es zumindest in der Fahrschule gelernt.

Ich habe allerdings auch in der Fahrschule gelernt, dass ein 30er-Schild nicht bedeutet, dass man 35 fahren darf, und erst recht nicht, dass man in wirklich jeder Situation ein Recht darauf hat, 30 zu fahren; und dass man 15 m vor und nach Bushaltestellen nicht parken darf. Wahrscheinlich hatte ich eine wirklich gute Fahrschule, denn dieses offensichtliche Geheimwissen dürfte ca. 90 % der Autofahrenden völlig unbekannt sein.

Zitat
PassusDuriusculus
Gibt es Rechtsabbiegespuren bei straßenbündiger Radführung, ordnet man sich eh am Besten (wenn nicht ein benutzungspflichtiger Radwegstreifen dagegen spricht) auf die Geradeausspur ein, dann kann man auch als Radler über die Kreuzung brettern wie die Autos nebenan.

Das ist m.E. eh das sicherste. Ich nutze auch gern Linksabbiegerspuren, um in einer statt zwei bis drei Ampelphasen über die Kreuzung zu kommen.
Moin,

eigentlich wollte ich mit meiner Erwähnung dieser Anfrage nicht schon wieder die Diskussionen über Auto- vs. Fahrradfahrer "anheizen", sondern darauf hinweisen, dass die BVG im Gegensatz zu ihrem in der Abendschau interviewten Bus-Fahrlehrer noch keine technischen Konsequenzen aus diesem Unfall gezogen hat, was ich ehrlich geschrieben für ziemlich unverantwortlich halte (auch wenn hier einige zusätzliche technische Assistenten für weniger sinnvoll erachten).

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Joe
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 08:26
Zitat
def
Zur Erinnerung: bei diesen Gefahrensituationen haben die Autofahrenden gleich zwei eklatante Verstöße begangen: sie haben ihr potenzielles Tötungswerkzeug in eine bestimmte Richtung bewegt, ohne zu schauen, ob dort frei ist, und sie sind abgebogen, ohne es anzukündigen.

Naja, wenn Du ehrlich bist, schaffen das die Radfahrer aber auch...
Aber wenn ich schon lese "Tötungswerkzeug", dann weiß ich eh schon Bescheid. Was ist denn dann der LKW oder Bus, Tötungsmaschine?
def
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 08:48
Radfahrer, die Fehler machen, gefährden aber in erster Linie sich selbst, Autofahrendere andere.

Und ich schrieb "potentielles Tötungswerkzeug" (und auch ganz bewusst "Tötung" statt "Mord"). Und genau das ist das Auto ja, genauso wie jedes andere Kraftfahrzeug.

Und genau das scheint mir ja ein Grundproblem in der verkehrspolitischen Debatte: dass dafür in Staat und Gesellschaft keinerlei Bewusstsein da ist. Gäbe es dieses Bewusstsein, würden Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht selbst von Radiosendern als "flitzen" abgetan, das Ignorieren eines späteren Unfallopfers durch einen Autofahrer nicht zu "übersehen" verniedlicht, und es gäbe einen hohen Kontrolldruck und hohe Strafen für einen fehlenden Schulterblick (und die gesellschaftliche Akzeptanz dafür).



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2021 08:56 von def.
Zitat

Anfrage des Abgeordneten Stefan Förster (FDP) vom 18.5.2021 und Antwort vom 1.6.2021: Tödlicher Radlerunfall in Johannisthal aufgeklärt?

Frage 3: Welche Unfallursache wurde ermittelt?

Frage 5: Wurde der Unfall bereits juristisch aufgearbeitet, und wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Antwort zu 3. und 5.: Mit Datum vom 26. Mai 2021 wurde der angeklagte Busfahrer vom Amtsgericht Tiergarten wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro verurteilt [...]

Frage 4: Welche Schlussfolgerung hat die BVG als Betreiber des Unfallfahrzeugs aus diesem Unfall gezogen?

Antwort zu 4.: Hierzu teilt die BVG mit: "Die Unfallursache ist nach Kenntnis der BVG durch die Ermittlungsbehörden noch nicht abschließend geklärt. [...]"

Wie kann es denn sein, daß der Busfahrer bereits verurteilt wurde, wenn die Unfallursache noch gar nicht geklärt ist?


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Joe
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 09:09
Zitat
def

Und genau das scheint mir ja ein Grundproblem in der verkehrspolitischen Debatte: dass dafür in Staat und Gesellschaft keinerlei Bewusstsein da ist.

Absolut korrekt. Aber das ist ja nicht nur bei dieser "Sache" So, sondern bei fast allem andern, was mit dem Auto zu tun hat. Parken auf der Busspur, parken an/um Haltestellen herum usw.
Ich befürchte aber, dass wird man so schnell nicht aufbrechen können. Trotz aller Lippenbekenntnisse.
Zitat
Möckernbrücke
Es ist leider sehr oft zu beobachten, dass abgebogen wird ohne es durch Blinken anzukündigen,

Ich finde auch, daß das Blinken eigentlich überflüssig ist. Die Leute sehen doch, wohin man fährt; oft zeigen das auch noch entsprechende Pfeile auf den Straßen an, auf denen man steht, während man auf seine Phase wartet. Als geradeausfahrender Radfahrer an einer Kreuzung habe ich den verhältnismäßig winzigen Blinker beim Schulterblick auf das schräg hinter mir stehende/fahrende Auto auch nicht unbedingt im Blickfeld und verlasse mich daher lieber darauf, ob das Fahrzeug wartet. Einzig als Fußgänger nützt es mir etwas, wenn ein herannahendes Fahrzeug seinen Abbiegewunsch äußert. Denn dann kann ich die Straße nämlich etwas früher überqueren, wenn der Fahrzeugführer sein Begehren nicht gerade drei Querstraßen vorher kundtut.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
Zitat
Alter Köpenicker
Ich finde auch, daß das Blinken eigentlich überflüssig ist.

Teile der Autoindustrie sehen das ähnlich und haben aus dem Blinklicht 'ne Art Partybeleuchtung gemacht, die aus irgendwelchen LED-Spielereien besteht.

~ Erstmal hinsetzen und ein schönes Lutschbonbon essen ~
def
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 09:54
Zitat
Alter Köpenicker
Als geradeausfahrender Radfahrer an einer Kreuzung habe ich den verhältnismäßig winzigen Blinker beim Schulterblick auf das schräg hinter mir stehende/fahrende Auto auch nicht unbedingt im Blickfeld und verlasse mich daher lieber darauf, ob das Fahrzeug wartet.

Das schräg hinter Dir stehende/fahrende Auto ist aber auch relativ ungefährlich, weil Du im Umkehrschluss natürlich schräg vor ihm stehst oder fährst - also eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass der/die Fahrer/in Dich sieht. Die eigentliche Gefahr sind doch Autos, die vor Dir als Radfahrer sind. (Jetzt mal davon ausgehend, dass zwischen dem Radweg und der Fahrspur keine [illegalen] Autolagerflächen oder andere Sichthindernisse sind.)

Ich schaue trotzdem vor jeder Kreuzung mal kurz nach hinten, und an einer roten Ampel wartend auch etwas ausführlicher.
Zitat
def
Die eigentliche Gefahr sind doch Autos, die vor Dir als Radfahrer sind.

Bei diesen Autos sehe ich doch, wohin sie fahren, auch wenn sie nicht blinken. Ich wüßte nicht, inwiefern die eine Gefahr für mich darstellen sollten, wenn sie schon an mir vorbei sind.

Zitat
def
Ich schaue trotzdem vor jeder Kreuzung mal kurz nach hinten, und an einer roten Ampel wartend auch etwas ausführlicher.

Das mache ich ja auch, davon ausgehend, die Gefahr hinter mir zu wittern.


Bitte sprechen Sie während der Fahrt mit dem Busfahrer/der Busfahrerin - er/sie hat sonst niemanden.
def
Re: Kurzmeldungen Juni 2021
12.06.2021 10:03
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Die eigentliche Gefahr sind doch Autos, die vor Dir als Radfahrer sind.

Bei diesen Autos sehe ich doch, wohin sie fahren, auch wenn sie nicht blinken. Ich wüßte nicht, inwiefern die eine Gefahr für mich darstellen sollten, wenn sie schon an mir vorbei sind.

Okay, etwas genauer: halb vor, halb neben Dir.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Möckernbrücke
Es ist leider sehr oft zu beobachten, dass abgebogen wird ohne es durch Blinken anzukündigen,

Ich finde auch, daß das Blinken eigentlich überflüssig ist. Die Leute sehen doch, wohin man fährt; oft zeigen das auch noch entsprechende Pfeile auf den Straßen an, auf denen man steht, während man auf seine Phase wartet. Als geradeausfahrender Radfahrer an einer Kreuzung habe ich den verhältnismäßig winzigen Blinker beim Schulterblick auf das schräg hinter mir stehende/fahrende Auto auch nicht unbedingt im Blickfeld und verlasse mich daher lieber darauf, ob das Fahrzeug wartet. Einzig als Fußgänger nützt es mir etwas, wenn ein herannahendes Fahrzeug seinen Abbiegewunsch äußert. Denn dann kann ich die Straße nämlich etwas früher überqueren, wenn der Fahrzeugführer sein Begehren nicht gerade drei Querstraßen vorher kundtut.

Und wie hältst du es, wenn du den Damm überqueren willst und es kommt ein Kraftfahrzeug, das blinkt und daher nicht mehr deinen Überquerungswunsch hindert?
Vertraust du dem Leuchtmittel und läufst los?

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Meine Signatur hinzugefügt.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
def
Die eigentliche Gefahr sind doch Autos, die vor Dir als Radfahrer sind.

Bei diesen Autos sehe ich doch, wohin sie fahren, auch wenn sie nicht blinken. Ich wüßte nicht, inwiefern die eine Gefahr für mich darstellen sollten, wenn sie schon an mir vorbei sind.

Ich glaube, dass def die Konstellation meint, bei der sich das Fahrrad in dem Bereich befindet, den man beim LKW als toten Winkel bezeichnet würde. Also der Blick nach rechts nicht ausreicht, sondern den leider oft "vergessenen" Schulterblick bemühen muss.

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Zitat
Logital
Und wie hältst du es, wenn du den Damm überqueren willst und es kommt ein Kraftfahrzeug, das blinkt und daher nicht mehr deinen Überquerungswunsch hindert? Vertraust du dem Leuchtmittel und läufst los?

Ich mache das so. Man muss natürlich auch im Blick haben, ob das Fahrzeug tatsächlich abbiegen wird, wozu normalerweise deutlich abgebremst werden muss.

~ Erstmal hinsetzen und ein schönes Lutschbonbon essen ~
Zitat
T6Jagdpilot
Diese Statistik ist mir zu pauschal..

in Brandenburg ist wieder mal einer gegen den Baum gegurkt-angesichts der noch vorhandenen Alleen ein häufiger Unfallpunkt,
in NRW gibts solche Straßen seltener-und jede Region hat so ihre Spezies beim Autofahren..
NRW hat die mit dem SU Kennzeichen (Sau unterwegs) ,Brandenburg hat MOL ( Mörder ohne Lizenz) ,bzw OHV (Ohne Hirn und Verstand),
in Leipzig "freut" man sich über die mit MTL ( Mutantenland) usw. usf..
Spitzenreiter unter den die sich auf der Straße nicht benehmen können sind osteuropäische Fahrer,
die Unfalldichte auf der Warschauer Allee (A2) dürfte die Brandenburger Statistik zusätzlich hochtreiben.

Für den Radfahrer mit Überlebenswillen gehört der Schulterblick bei Fahrspurwechsel bzw an Kreuzungen allerdings mit zur Lebenserwartungssteigerung.

T6JP

Ich empfehle Dir die Route von Eberswalde über Falkenberg nach Bad Freienwalde. Die ist bis auf den Asphalt auf dem Stand der 60er Jahre. Keinerlei entschärfte Kurven, Ortsdurchfahrten für Kutschen und für Radfahrer wirklich null Platz. Macht Spaß wenn die B158 gesperrt ist, eigentlich unverantwortlich die Piste.
An beiden Beiträgen ist was dran.

Die von Jagdpilot angesprochenen Allee-Bäume gibt es zuhauf auch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden sie flächendeckend durch Leitplanken abgesichert, oft jeder Baum einzeln. Baum-Alleen sind sehr schön anzusehen, Leitplanken nicht, sind aber sehr wirkungsvoll.
In Brandenburg sieht man Leitplanken an Allee-Bäumen wie in MV leider selten. Mit dem entsprechenden Ergebnis.

Herzliche Grüße von
'Möckernbrücke'
Dipl.-Fahrgast h.c.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2021 10:56 von Möckernbrücke.
Dieses Thema wurde beendet.