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Die nächste Grundsatzdebatte zur S-Bahn
geschrieben von dubito ergo sum 
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B-V 3313

Nun muss man aber dazu sagen, dass die positiven Dinge, wenn sie in den Aufgabenbereich fallen, nicht erwähnt werden müssen.

Da bin ich völlig bei dir. Man kann aber dann auch nicht anhand von Einzelfällen auf eine Normalität schließen und ein System nur deshalb in Frage stellen, weil es einzelne Personen gab, die sich falsch verhalten haben. Ansonsten müssten wir auch Polizei und Feuerwehr abschaffen.
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Railroader
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Global Fisch

Der Vergleich ist gut. Man fragt, und ja: Zeitumstellung ist irgendwie doof. Also soll sie weg. Ist die Mehrheit begeistert.
Dann kamen die nächsten: "Wir wollen, dass es im Sommer abends lange hell bleibt und nicht schon nachts um 3 hell wird".
Ja, klar: machen wir also ewige Sommerzeit.
Und erst danach fiel es manchen auf, dass es auch doof ist, wenn es im Winter um 9 noch dunkel ist.

Damit würde man ja den Leuten unterstellen, dass sie alle zu doof sind, diese Konsequenz selbst zu sehen. Ich denke nicht, dass der Großteil für das Weiterführen der Zeitumstellung wäre, hätte man die Frage expiliziter gestellt. Aber das ist nur eine Annahme.

Exakt das nehme ich an. Die Leute reagieren wenig komplex auf Suggestivfragen. Die Fragen "Wollt Ihr die Zeitumstellung abschaffen", "Wollt Ihr mehr Personal auf den Bahnsteigen", "Wollt Ihr mehr U-Bahnen", "Wollt Ihr weniger Staus auf den Straßen", "Wollt Ihr mehr Radwege" kann man, so gestellt, problemlos bejahen. Hat nur keine Aussage.

Wie es im Falle der Zeitumstellung gewesen wäre, hätte man die drei Möglichkeiten: "Weiter Zeitumstellung"; "Im Winter erst um 9 hell"; "Im Sommer schon um 3 hell und abends früher dunkel" mit ihren jeweiligen Pferdefüßen abgefragt, weiß ich nicht, wäre interessant.
(Im Grund ist es sogar noch komplexer, weil in unseren Nachbarländern das noch extrem werden kann. In Ostpolen wird's dann eben schon um 2 Uhr nachts hell.)


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Railroader
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Global Fisch
wenn man den jeweiligen Preis (natürlich nicht in Geld, sondern in Konsequenzen für den Befragten) dazu nennt.

Ja, das ist richtig und für mich auch eigentlich das einzig gewichtige Argument gegen Bahnsteigpersonal. Der Preis eben. Und da sind wir wieder beim alten Thema: Will man die Leute in den ÖPNV kriegen, muss man diesen halt attraktiver gestalten, investieren und nicht nur aufs Geld schauen. Wenn für die Leute Bahnsteigpersonal dazu gehört, dann ist es eben so.

Wer sind eigentlich "die Leute"? Aber im Prinzip sind wir uns einig: man muss gewichten, wieviele ÖPNV-Kunden man dadurch mehr kriegt.


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Global Fisch
Der Bäcker wird auch gerne zwei Euro für ein Brötchen haben wollen. Kann er aber nicht verlangen, weil Du dann sofort zum Nachbarbäcker oder zu Aldi rennen wirst.

2 Euro würde ich sicher nicht für ein Brötchen bezahlen. Allerdings entscheidet bei mir tatsächlich in vielen Fällen eher die Qualität als der Preis. Ich zahle ja auch beim Flug lieber mehr, wenn ich weiß, dass die Arbeitsbedingungen der Crew besser sind als die bei Billigfliegern und der Service stimmt.

Die Rede war nicht vom höheren Preis für ein hochwertigeres Produkt sondern vom höheren Preis für das gleiche Produkt.
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Railroader
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B-V 3313

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Railroader
Das ist eine Hauptaufgabe des Tf geworden und das ist einfach nicht sein Bereich.

Das ist doch aber keine Beschwerde. Das ist ein Fakt. Der Tf hat weder die Mittel, noch die Zeit, Aufgaben eines örtlichen Mitarbeiters zu übernehmen. .

Da BVG und S-Bahn die örtlichen Mitarbeiter (weitgehend) abgeschafft haben, sind diese augenscheinlich der Meinung, dass die Tf sehr wohl das können.
Wenn's Probleme gibt, dann mit Deinen Vorgesetzten regeln. Du bist nun mal der Mann der S-Bahn, der gerade greifbar ist. Ein "Sorry, geht nicht, muss los" kann natürlich trotzdem in Ordnung sein, wenn es so ist.
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Global Fisch

Exakt das nehme ich an. Die Leute reagieren wenig komplex auf Suggestivfragen. Die Fragen "Wollt Ihr die Zeitumstellung abschaffen", "Wollt Ihr mehr Personal auf den Bahnsteigen", "Wollt Ihr mehr U-Bahnen", "Wollt Ihr weniger Staus auf den Straßen", "Wollt Ihr mehr Radwege" kann man, so gestellt, problemlos bejahen. Hat nur keine Aussage.

Ja, das stimmt schon. ME hatte man aber damals die Leute gefragt, was ihnen wichtig ist und wie sie es gewichten. Bin mir aber auch nicht mehr sicher.

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Global Fisch

Wie es im Falle der Zeitumstellung gewesen wäre, hätte man die drei Möglichkeiten: "Weiter Zeitumstellung"; "Im Winter erst um 9 hell"; "Im Sommer schon um 3 hell und abends früher dunkel" mit ihren jeweiligen Pferdefüßen abgefragt, weiß ich nicht, wäre interessant.

Ich glaub man hatte sogar mit abgefragt, welche Zeit man bevorzugen würde. Persönlich wäre mir ja morgens später hell und abends früher dunkel am liebsten. ;)

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Global Fisch

Wer sind eigentlich "die Leute"?

Sorry, mein Fehler. "Die Leute" meint die Mehrheit unter den Fahrgästen, die eine bestimmte Sache begehrt.
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Global Fisch


Da BVG und S-Bahn die örtlichen Mitarbeiter (weitgehend) abgeschafft haben, sind diese augenscheinlich der Meinung, dass die Tf sehr wohl das können..

Völlig paradox wird es, wenn dir der Arbeitgeber sagt, er stellt keine Umkleideräume zur Verfügung, zahlt auch die Umkleidezeit nicht und erlaubt das Fahren in zivil, mit dem Argument, Tf wären keine Mitarbeiter mit Kundenkontakt. Weißte also bescheid. ;)
Die IGEB hat die 6 Wochen Sperrung auf dem Ostring bewertet. Verheerend!


[www.gve-verlag.de]
Selten genug, aber ich teile die Einschätzung des IGEB zu 100% - ich frage mich allerdings, was wir jetzt mit ihr anfangen sollen? Gewiss machen sie das alles ehrenamtlich, aber diese Bewertungen zwei Monate später nützen keinem Fahrgast; gleichzeitig ist es für die Einflussnahme auf den nächsten, ähnlich weiträumig einschränkenden Bauabschnitt zu spät.
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Das Schlimmste: aufgrund Streckensprerrung endet Zug vorzeitig und fährt zurück. Nun kommen etwa 100 Leute an und wollen von dir wissen, wie sie weiterkommen. Du sollst aber so schnell wie möglich wieder zurückfahren. Also musst du sie stehen lassen und darfst dich dafür beschimpfen lassen.

Früher gab es eine vernünftige Durchsage der Aufsicht. Heute wird der Fahrgast nur noch wie Dreck behandelt, deswegen fahre ich nicht mehr mit der S-Bahn, sondern lieber Auto. Kann ich nur empfehlen.

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Nicht-dynamische Signatur



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.2019 22:31 von Lehrter Bahnhof.
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Nicolas Jost
Es tut mir leid, aber die Vorstellung, 24/7 zwei Bahnsteige in Nikolassee oder Stationen wie Schönfließ und Botanischer Garten mit Mitarbeitern zu besetzen, damit im Fall einer Betriebsstörung jemand vor Ort ist, ist doch vollkommen verrückt.

Ja, besser, arbeitslosen Menschen für Nichts >1000€ im Monat zahlen, und alle fühlen sich schlecht dabei.

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Nicht-dynamische Signatur
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eiterfugel
Selten genug, aber ich teile die Einschätzung des IGEB zu 100% -

Was mir fehlt sind die konkreten Lösungen, unter Einbeziehung aller betrieblichen Faktoren, die der IGEB hier vorschlagen würde. Ich finde den Bericht ein wenig polemisch, wenn auch viel Wahrheit drinsteckt, sorry. Soll Nina die Baustelleninfos nun depressiv verkünden und im Hintergrund läuft der Song: "Von nun an gings bergab" von Hildegard Kneef?

Der Vorwurf der Personaleinsparung passt zu diesem Zeitpunkt einfach nicht, da in dem Zeitraum sämtliche Reserven und Zusatz-Bereitschaftsdienste disponiert wurden und die Kollegen sich den Hintern bezahlt platt gesessen haben. Das können IGEB, Besteller usw. sicher auch leicht überprüfen.

Außerdem suggeriert der Bericht, dass Ringzüge im Regelfall sonst den ganzen Tag über im 5 Minutentakt über den Ostring verkehren würden und die ganze Zeit über nur ein 10-Minutentakt zwischen Frankfurter Allee und Greifswalder Straße angeboten wurde. Das entspricht nicht der Wahrheit. Dieser Umstand betraf den 2. Abschnitt der Bauarbeiten.

Der Abschnitt Landsberger Allee - Greifswalder Straße wurde eingleisig befahren. Ein Teil des Abschnitts Gesundbrunnen - Schönhauser Allee ebenso. Für den Abschnitt Landsberger - Greifswalder benötigte man pro Fahrt durch den Gleiswechsel mit 60 km/h 3 Minuten. Das Aufschließen des Führerstandes und Vorbereiten des Zuges zur Abfahrt dauert eine Minute, das Vorziehen in die Kehranlage (mit 2. Tf), bis der Zug den Abschnitt geräumt hat und der folgende Zug einfahren kann, nochmal 2 Minuten. Also allein das Prozedere Landsberger - Greifwalder mit Aussetzen in die Kehre würde etwa 6 Minuten brauchen, bevor der Folgezug überhaupt am Bahnsteig einfahren kann. Der erste Folgezug hätte somit schon mind. 1 Minute Verspätung, die weiteren Züge dann wiederum jeweils eine Minute. Hinzu kommt dann die Zeit, die ja auch der Zug aus der Kehre wieder benötigt, um an den Bahnsteig zu kommen und zur Abfahrt vorbereitet zu sein. Die Folge wäre hier ein absolut instabilder Fahrplan gewesen. Auf dem 2. Gleis setzten Baufahrzeuge um.

Warum man überhaupt kehren will, verstehe ich nicht. Man hätte ja auch einfach mit 2 Tf von einem Bahnsteig abfahren können. Aber auch hier hätte die Fahrzeit Landsberger - Greifswalder 3 Minuten, die Fahrzeit Greifswalder - Landsberger 2 Minuten und die Vorbereitung 1 Minute benötigt. Auch so hätte der nächste Zug jeweils eine Minute Verspätung.

Die Fahrt von Gesundbrunnen nach Schönhauser Allee dauerte allein durch die Weichenüberfahrt mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 km/h auch mind. 3 Minuten. Auch hier stand nur ein Gleis zur Verfügung. Mit Vorbereitungszeit von 1 Minute bis zur Abfahrt in die Gegenrichtung mit 2. Tf wären das also alles in allem auch insgesamt 6 Minuten, bis der Zug den Abschnitt wieder geräumt hat und der nächste einfahren kann.

Der Plan der IGEB scheint mir, zumindest bzgl. des 5-Minutentaktes zwischen Landsberger und Greifswalder sowie Gesundbrunnen - Schönhauser nicht wirklich ganz durchdacht. Hier wurden betriebliche Faktoren einfach ignoriert und offenbar nur anhand der reinen üblichen Fahrzeit (ohne Gleiswechsel jeweils eine Minute weniger) beurteilt.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.06.2019 03:49 von Railroader.
Vielen Dank Railroader für betriebliche Hintergründe. Ein kleiner Tipp noch: wir haben bereits 8 Treadseiten zu diesen Baumaßnahmen gefüllt. Wer noch etwas schmökern will:

[www.bahninfo-forum.de]

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Die Signatur ist zu kurz um sie mit Inhalten zu verstopfen.
Und woher kamen die Taktlücken beim SEV?

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Nicht-dynamische Signatur
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Railroader
Soll Nina die Baustelleninfos nun depressiv verkünden und im Hintergrund läuft der Song: "Von nun an gings bergab" von Hildegard Kneef?

Also ich fände Hilde super! Und mehr Wiedererkennungswert und Stadtbezug hätte es auch. Aber im Ernst: Warum muss da überhaupt eine Melodie im Hintergrund laufen? Wenn sie sachlich und inhaltlich vollständig(!) berichtet, garniert mit ein paar Baustellenaufnahmen und -hintergrundinfos - damit auch die breite Masse versteht, warum sie notwendig sind - wäre es vollkommen ausreichend. Da muss sie nicht auf cool getrimmt aus irgendwelchen Türen springen, das wirkt einfach nur albern.

Was den Rest angeht: Alleine wir beide hatten diese Disskusion oft genug, es ist nicht immer der betrieblich beste Weg auch der kundenfreundlichste und gewiss muss es Einschränkungen geben - ich bin aber nicht der einzige dem es aufstößt, dass die dieses Jahr extrem zugenommen haben. Und es wäre einfach mal ein Mentalitätswechsel (auch hier) zu lesen, dass man sich (wieder) bemüht, das etwas mehr geht und nicht seitenlang Gründe sucht, warum etwas nicht geht (und dann auch noch gelobt werden will, dass man den Regelfahrplan doch sonst halbwegs stabil schafft).
Starkes Ding der S-Bahn wenn bei einem Kurzzug (S8) der vorderste Wagen verschlossen ist und man keine Zeit mehr hat zum zweiten zu laufen weil es "zurückbleiben" heißt. Weiter so!
Außerdem fände ich das Konzept von Express-SEV-Bussen (wie in Hamburg) extrem ansprechend. Gerne auch schon ab S Treptower Park, denn dass man zwischen südlich von S Grünau und S Ostkreuz sage und schreibe 4 Mal (S46 - SEV - S9 - S9 - S41/S42) umsteigen muss, sofern man nicht über S+U Neukölln fahren möchte, kann es ja wohl auch nicht sein. Über S+U Neukölln wäre es ja auch nur ein Mal weniger.
Und mit der Regionalbahn (RB24) braucht mir keiner kommen, die schafft es nicht mal in S Königs Wusterhausen eine Minute auf die von Norden kommende S46 mit +2 zu warten. Darüber hinaus kann man nur mit einer einzigen S46 pro Stunde den SEV umgehen, nämlich mit der, die auf die Minute 36 ankommt, dann hat man Anschluss an die RB24 (Minute 38, verpasst man meistens ab +1) und den RE2 (Minute 50), bei Ankunft auf Minute 56 und 16 fährt da gar nichts.
In die andere Richtung sieht es auch nicht besser aus, da kommt man auf Minute 09 (RE2) und 19 (RB24) an, nimmt also die S46 auf Minute 21, danach ist auch 50 Minuten Lücke (bzw. mit Abfahrt auf Minute 50 (RE2) oder 58 (RB24) ab S Ostkreuz 52 Minuten).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.06.2019 22:02 von VBB/HVV.
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eiterfugel
Warum muss da überhaupt eine Melodie im Hintergrund laufen? Wenn sie sachlich und inhaltlich vollständig(!) berichtet, garniert mit ein paar Baustellenaufnahmen und -hintergrundinfos - damit auch die breite Masse versteht, warum sie notwendig sind - wäre es vollkommen ausreichend. Da muss sie nicht auf cool getrimmt aus irgendwelchen Türen springen, das wirkt einfach nur albern.

Sicherlich Geschmackssache. Aber Grund für große Empörung? Hm. Wie wäre es mit dieser Melodie im Hintergrund? ;)

[www.youtube.com]

Hier gibts das Video zur aktuellen Baustelle. Was gibts auszusetzen?

[sbahn.berlin]

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eiterfugel
Und es wäre einfach mal ein Mentalitätswechsel (auch hier) zu lesen, dass man sich (wieder) bemüht, das etwas mehr geht und nicht seitenlang Gründe sucht, warum etwas nicht geht (und dann auch noch gelobt werden will, dass man den Regelfahrplan doch sonst halbwegs stabil schafft).

Ich muss keine Gründe suchen, wenn die Gründe offensichtlich sind. Übrigens sind wir in Greifswalder und Landsberger mit 2 Tf gefahren. Wenn die Eingleisigkeit den 5 Minutentakt nicht hergibt, dann kann man das auch nicht so biegen, dass es passt. Wenn Kritiker konkrete Konzepte haben, kann man darüber immer gern diskutieren. Andernfalls haben wir aber die gleiche Diskussion auch immer wieder, wenn Bauarbeiten so knapp geplant wurden von den Fahrzeiten, dass ein stabiler Betrieb nicht gewährleistet werden kann. Dann heißt es auch, die S-Bahn hätte nicht vorausschauend genug geplant.

Ich habe gegen ganz viel Kritik des IGEB nichts gesagt, weil ich sie mitunter teile. Hier ging es ja nur um den Punkt des 5-Minutentaktes. Auch den 20-Minutentakt zwischen Treptow und Baume fand ich unmöglich, hatte ja bereits geschrieben, dass ich hier zumindest bis Treptow mehr Züge erwartet hätte. Allerdings erwarte ich von Kritikern auch irgendwo, dass sie auch mal nachfragen, was denn betrieblich alles wie ginge und was da eine Rolle spielt, bevor sie gleich lospoltern. Oder ist von der IGEB mal einer zu nem Tf gegangen und hat gefragt, wie das hier betrieblich eigentlich läuft, was wie lange dauert, wie es mit dem Personal auf entsprechenden Züge aussieht? Dann hätte man sehr schnell festgestellt, dass wir in Greifswalder Straße und Landsberger Allee "springen", also ein 2. Tf den Zug übernimmt und der ankommende dann auf den nächsten Zug geht und das eher personalintensiv als personalsparend ist, weil die Personale dadurch nach jeder Runde 10 Minuten rumgesessen haben.

Zitat
eiterfugel
(und dann auch noch gelobt werden will, dass man den Regelfahrplan doch sonst halbwegs stabil schafft).

Mir ist nicht bekannt, dass das jemand möchte.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.06.2019 02:21 von Railroader.
Im aktuellen Video taucht die halbe S9 in der Zusammenfassung nicht mehr auf und die Darstellung erweckt den Anschein, dass die sowieso fahrende S5 einfach verlängert würde, statt dass die Zuggruppe 1:1 ersetzt wird. Ansonsten ist es das gelungenste der bisherigen Videos.

Hier wird bei 1:40 ganz gekonnt eine Falschinformation verbreitet, nämlich dass auf der "restlichen Ringstrecke" montags bis freitags 5-Minuten-Takt herrschen würde, was leider zwei nicht ganz unwichtige Details unter den Tisch fallen lässt. Weiterhin werden die Sperrung Schönhauser Allee während der gesamten Osterferien, als auch die Kürzungen auf der Görlitzer Bahn mit keinem Wort erwähnt.

Und in diesem Video springt sie locker flockig aus Türen, wobei es wirkt, als fände Nina das alles selber albern.

Was den Rest angeht: Schönhauser Allee und Greifswalder Straße mussten zwangsläufig 6 Wochen lang nur mit einer Kante bedient werden? (Im Falle von Schönhauser Allee hatten wir ja sogar noch zwei Wochen Vollsperrung!) Da führte absolut gar kein Weg dran vorbei? Da waren die Planungen bei der Stadtbahnsperre vor fünf Jahren noch deutlich kundenfreundlicher: Arbeiten die den Bahnhof Friedrichstraße (und seinen Durchrutschbereich) betrafen wurden am Wochenende gebündelt, so dass nur da auf einer 10er ausgedünnt werden musste - was natürlich nichts daran änderte, dass drei Wochen lang der Aufzug nicht funktionierte...
Nervig finde ich, dass die unbedeutenden Dinge betont werden, und wichtige Infos werden irgendwie verschluckt. Von der Informationsübermittlung also eher unpassend. Die Frau wirkt auch irgendwie genervt, als müsse sie das machen, hat aber keine Lust drauf.

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Nicht-dynamische Signatur
Und das ganze Geblinke und unterschiedlichen Perspektive, dazu die Musik, bei der Anzeige der Grafiken macht das ganze komplett unverständlich. Form follows function, liebe S-Bahn!

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
eiterfugel
Im aktuellen Video taucht die halbe S9 in der Zusammenfassung nicht mehr auf und die Darstellung erweckt den Anschein, dass die sowieso fahrende S5 einfach verlängert würde, statt dass die Zuggruppe 1:1 ersetzt wird.

Hm, sie sagt doch aber, dass die S9 nach Spandau nicht verkehrt und in der Darstellung ist sie doch gar nicht mehr mit drauf? Die S5 wurde hingegen nach Spandau verlängert. Für mich ist da eigentlich nur die Formulierung: "So dass der 10-Minutentakt weiter für Sie gewährleistet wird" verbesserungsfähig. Hier hätte ein "zwischen Westkreuz und Spandau" hinzugefügt werden müssen, weil es sich offenbar darauf bezog.

Zitat
eiterfugel
Was den Rest angeht: Schönhauser Allee und Greifswalder Straße mussten zwangsläufig 6 Wochen lang nur mit einer Kante bedient werden? (Im Falle von Schönhauser Allee hatten wir ja sogar noch zwei Wochen Vollsperrung!) Da führte absolut gar kein Weg dran vorbei?

Die Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich es nicht weiß. Ich habe auf dem Gleis nur immer mal wieder die dicke Stopfmaschine rangieren sehen. Wenn die Sperrung über diesen Zeitraum unnötig war und man das Gleis hätte freigeben können, ist dies in der Tat ein Umstand, den man durchaus kritisieren kann. Nur dieser Vorwurf stand nicht im Raum und wurde offenbar auch nicht geprüft und ich kann ja, wenn ich es nicht weiß, nicht irgendwas unterstellen. Mit 2 Bahnsteiggleisen und der Kehranlage wäre ein Fünfminuntentakt mE mit Umsetz-Tf möglich gewesen.

Mich hat während der Baumaßnahme etwas ganz anderes gestört: man hat über die Bahnsteiglautsprecher stets angesagt, dass zwischen Landsberger Allee und Gesundbrunnen SEV besteht. Das hatte den Effekt, dass eben der Fall, dass die Fahrgäste alle auf ihren 5-Minutentakt nach Greifswalder Straße warten, eben nicht eintrat und die Züge zwischen Landsberger und Greifswalder sehr leer waren. Wer mir das nicht glaubt muss nur die nette Ditsch-Verkäuferin auf dem Bahnsteig Greifswalder fragen, die immer ganz traurig war, dass sie keinen zum Quatschen hat, weil keine Fahrgäste da sind. Ich hab beim in Landsberger endenden Zug dann immer noch durchgesagt, dass in 5 Minuten ein weiterer Zug zur Greifswalder folgt, da dann aber Schluss ist. Dennoch war die Resonanz nicht sehr groß. Ich hatte, abgesehen von den ersten beiden Tagen, ohnehin den Eindruck, dass sich die Fahrgäste sehr gut organisiert und umfahren haben. Es gab auch in Landsberger erstaunlich wenige Anfragen von Fahrgästen. Tatsächlich waren eben manche nur überrascht, dass überhaupt was bis zur Greifswalder fährt. Das tatsächliche in der Praxis existierende Problem war also nach meinen subjektiven Eindrücken nicht, dass nun alle auf den 5-Minutentakt gewartet haben, sondern dass viele gar nicht wussten, dass da etwas weiterfährt. Die Ursache vermute ich in der missverständlichen Bahnsteigbeschallung.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.06.2019 23:33 von Railroader.
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