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Neue Doppelstockbusse für die BVG
geschrieben von Micha 
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Nemo
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Logital
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werkstattmeister
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Henning
Warum hat Scania jetzt grundsätzlich keine Lust mehr noch Doppeldecker herzustellen?

Das wird dir vermutlich nur Scania selbst erklären können. Ich schätze mal, dass einfach die Absatzzahlen des OmniCity DD nicht gestimmt haben. Die in UK verkauften Stückzahlen waren eher übersichtlich und außerhalb der Insel fällt mir jetzt so spontan kein Exemplar ein. Und da sich ein Teil der britischen Betriebe recht schnell wieder von den Wagen getrennt hat, scheint es qualitativ auch nicht so toll gewesen zu sein. Fakt ist zumindest, dass es, von dem Berliner Einzelstück abgesehen, keinen Citywide DD gibt.

Also auf der Seite von Scania tauchen Sie immernch als Produkt auf, die Scania Doppeldecker:

[www.scania.com]

"Weniger Verkehrsstaus. Nicht jede Stadt wurde im Hinblick auf Busse ausgelegt. Sehen Sie sich die Lösung an. Doppeldeckerbusse ermöglichen Ihnen, Ihre Kapazität zu verdoppeln, ohne einen Stau zu verursachen. "

Ja nee, ist klar! Busse verursachen Stau! Echt super Marketing!

Na, aber das schlägt dich in B-Vs Kerbe. Die Doppeldecker sparen Platz.

*******
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GraphXBerlin
Finde ich sehr schade, dass MAN keine Doppeldecker mehr bauen will.
Vermutlich lohnt sich bzgl. der Stückzahl von Dreiachsern (die vorrangig nur Berlin abgenommen hat) die Produktion nicht mehr wirklich?
Beim DL wurde ja schon der Innenraum von der BVG installiert um den Preis zu drücken.
Vielleicht sollte die BVG einfach wieder nur Doppeldecker und Eindecker einsetzen und sich vom Gelenkbus verabschieden.
Somit könnte man eine größere Anzahl bei MAN bestellen.
Zukünftig nur noch zweiachsige Doppeldecker zu bestellen halte ich für problematisch da dies kapazitätechnisch ein- zwei Umläufe mehr auf vielen Linien
bedeuten würde. Dies wäre mit dem Fahrermangel nicht sinnvoll.

Dies sind jetzt nur mal so unverbindliche unwissende Gedankenspielereien von mir ;-)

Von mir aus können Gelenkbusse freigehalten werden für
* Linien, auf denen keinen Doppeldecker fahren können (weil z.B. Brücken nicht hoch genug sind), aber Eindecker nicht ausreichend sind
* Schienenersatzverkehr
* Linien, welche den Flughafen bedienen.

Ansonsten sind Doppeldecker eindeutig die bessere Option.
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RathausSpandau


Ansonsten sind Doppeldecker eindeutig die bessere Option.

Privat habe ich die gleiche Meinung, aber ich sehe ständig Leute, die sich unten im Doppeldecker drängeln, während oben Plätze frei sind. Und das sind alles keine alten und gebrechlichen Leute und auch keine Leute mit viel Gepäck. Für Linien mit viel Kurzstreckenverkehr erscheint mir der Doppeldecker also auch eher ungeeignet.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
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Chep87
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B-V 3313
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Chep87
Oder man sieht einfach ein, dass offensichtlich in Europa (außer die Engländer) keiner Doppeldecker braucht und /oder will, und löst sich von ihnen. Einen neuen Betriebshof braucht die BVG früher oder später sowieso, also ist das Platzproblem ohnehin nur vorgeschoben.

In deinem, blinden und nicht nachvollziehbaren, Hass übersiehst du eine Kleinigkeit. Gelenkbusse brauchen auch auf den Straßen mehr Platz. Das Platzproblem ist also nicht nur vorgeschoben und am Rathaus Spandau z.B. werktätglich für jeden Menschen ohne Scheuklappen klar erkennbar.
Mh? Welcher Hass? Es ist doch nur offensichtlich so, dass die allermeisten europäischen Betriebe der Meinung sind, Doppeldecker sind zu teuer in Betrieb und oder Anschaffung oder nicht tauglich für den ÖPNV in ihrer Region. Ergo gibt es nur eine Nieschennachfrage, die natürlich die Preise noch weiter ansteigen lassen. Selbst 400 Doppeldecker für die BVG dürfte bei MAN noch immer eine Nieschenproduktion sein, im Vergleich zu den Massen an Gelenk- oder Solobussen die sie durch ihre Produktion schleusen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Produktion, die sie anscheinend nicht haben wollen.

Es geht darum, was die beste Lösung ist, nicht was alle anderen machen. Nach dieser Logik war die Stilllegung der Tram in West-Berlin und Hamburg auch sehr sinnvoll, schließlich war es in der westlichen Welt zu dieser Zeit voll im Trend. Guter ÖPNV entsteht auch dadurch, eigene Maßstäbe zu setzen und nicht immer andere Philosophien/Herangehensweisen blind nachzuahmen. Wenn auf der M45 oder M37 Gelenkwürmer für die dortigen Verkehrsbedürfnisse ungeeignet sind, dann hilft es nicht, dass irgendwo anders auch Gelenkbusse durch die Gegend zuckeln.

Und England (in ganz UK und Irland fahren übrigens auch Doppeldecker) gibt es viele gute Gründe, warum Doppeldecker dort so verbreitet sind.
Übrigens besteht die Welt nicht nur aus Europa, z.B. in Hong Kong sind Doppeldecker auch Gang und Gebe.

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Chep87
Ansonsten: Ob jetzt fünf 14 m lange Doppeldecker oder fünf 19 Meter lange Gelenkbusse die Haltestelle Rathaus Spandau verstopfen, ist nun wirklich auch egal. Einerseits, weil die Haltestelle an sich dämlich gebaut ist (für solch eine Haltestelle sollten eher diese Zickzack Haltestellen gebaut werden, damit der 2. Bus auch weg kommt wenn es beim 1. noch dauert), und andererseits deutet beides einfach auf eine völlig verfehlte Verkehrspolitik hin ...

Nö, 70 m sind deutlich weniger als 95 m, und an stark belasteten Haltestellen/Busrouten wie am Rathaus Spandau zählt jeder Meter. Wir sind hier nicht in Kleinkleckersdorf.
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Nemo
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RathausSpandau


Ansonsten sind Doppeldecker eindeutig die bessere Option.

Privat habe ich die gleiche Meinung, aber ich sehe ständig Leute, die sich unten im Doppeldecker drängeln, während oben Plätze frei sind. Und das sind alles keine alten und gebrechlichen Leute und auch keine Leute mit viel Gepäck. Für Linien mit viel Kurzstreckenverkehr erscheint mir der Doppeldecker also auch eher ungeeignet.

Wenn den angesprochenen Fahrgästen ein Sitzplatz so wichtig wäre, würden sie ja nach oben gehen, um sitzen zu können.
Linien, wo es fast nur Kurzstreckenverkehr gibt, gibt es ja auch weniger, selbst auf der M29, M45 oder M85 gibt es viele Fahrgäste die so lange Strecken zurücklegen, dass es sich lohnt nach oben zu gehen.
Dieser Lange Stretchbus sieht doch auch ganz interessant aus. In Hellersdorf werden zurzeit bei immer mehr Haltestellen die Haltebuchten entfernt. Scheint langsam Mode in Berlin zu werden diese zu entfernen. Dann gäbe es eine Ausrede, diese nicht kaufen zu können, weniger.
Zitat
RathausSpandau

Es geht darum, was die beste Lösung ist, nicht was alle anderen machen. Nach dieser Logik war die Stilllegung der Tram in West-Berlin und Hamburg auch sehr sinnvoll, schließlich war es in der westlichen Welt zu dieser Zeit voll im Trend. Guter ÖPNV entsteht auch dadurch, eigene Maßstäbe zu setzen und nicht immer andere Philosophien/Herangehensweisen blind nachzuahmen. Wenn auf der M45 oder M37 Gelenkwürmer für die dortigen Verkehrsbedürfnisse ungeeignet sind, dann hilft es nicht, dass irgendwo anders auch Gelenkbusse durch die Gegend zuckeln.

Und England (in ganz UK und Irland fahren übrigens auch Doppeldecker) gibt es viele gute Gründe, warum Doppeldecker dort so verbreitet sind.
Übrigens besteht die Welt nicht nur aus Europa, z.B. in Hong Kong sind Doppeldecker auch Gang und Gebe.

Ich kann diesen Kommentar nicht ohne eine Antwort verstreichen lassen. Straßenbahnen loszuwerden war nicht nur ein Trend im Westen. Diese Grafik stammt von Sascha Teichmanns Seite. Von 1951 bis 1973 gab es nur Einstellungen in Ost-Berlin, Hauptstadt der DDR - auch ein Trend genannt (Zeitraum der Einstellung im Westen 1954-1967). Erst nach der Ölkrise 1973/74 änderte sich das Schicksal der Straßenbahnen in Berlin und DDR.

Doppeldeckerbusse sind der Standard in Großbritannien. Eindecker werden im Allgemeinen in den Städten, nur auf Strecken mit niedrigen Brücken eingesetzt. Das war schon immer so.

IsarSteve



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.10.2018 21:23 von IsarSteve.


Das in Hellersdorf Haltestellenbuchten zu kurz für die ja dort schon seit Bau der Straßen verkehrenden Gelenkbusse sein sollen, glaube ich nicht.

Haltestellenbuchten haben aber den Nachteil, dass auch in diesem Falle sehr viele Autofahrer die StVO ignorieren und deshalb die Busse nach dem Halt Probleme haben, wieder in den fließenden Verkehr zurück zu kehren. Oder dies zu lange dauert. Deshalb wird eigentlich die Abschaffung von Haltestellenbuchten schon lange gefordert. An Straßen, wo vor und nach der Haltestelle das Parken erlaubt ist, sollten zur Beschleunigung des ÖPNV Haltestellenkaps eingerichtet werden.

Die innerstädtischen Umwelt- und Verkehrsprobleme können nur dann näher an eine Lösung gebracht werden, wenn der ÖPNV eine größere Akzeptanz findet und sich so der Anteil des Individualverkehrs zunehmend auf Unvermeidbares (z.B. Lieferverkehr, Rettungsdienst u.ä.) reduziert. Dafür muss der innerstädtischen ÖPNV vor allem beschleunigt und verdichtet werden. Zur Beschleunigung gehören intelligentere Verkehrslösungen (z.B. Straßenbahn statt Bus), eigene Straßenbahntrassen, die rigorose Durchsetzung von Busspuren oder eigene Bustrassen, Wiedereinführung und Ausbau der Vorrangschaltungen an den Ampeln, effektivere Haltestellenkonzepte und eben auch da, wo es sinnvoll ist, der Einsatz von Gelenkbussen. Denn sie erlauben einen schnelleren Fahrgastwechsel. All dies (und natürlich auch die Verdichtung) bedeutet, dass dem ÖPNV mehr Platz im Straßenraum eingeräumt werden muss. Aber anders können die Probleme nicht bewältigt werden.

Das Argument, dass der Gelenkbus mehr Platz benötigt, als der Doppelstockbus, ist daher nicht annehmbar. Bedenkt man, dass einerseits der Anteil des Autoverkehrs an den in Berlin zurückgelegten Wegen geringer ist als die Anteile von ÖPNV und Fußverkehr, andrerseits aber dem Autoverkehr heute noch 60% bis 80% des Straßenraumes zugesprochen wird, erkennt man doch, wer hier zu viel Platz beansprucht. Hinzu kommt, dass etwa die Hälfte des vom Autoverkehr beanspruchten Straßenraumes für völlig unproduktives Parken genutzt wird. Häufig noch auf Kosten des nur knapp bemessenen Raumes für Fußgänger und Radfahrer,


Gruß
Micha

Zitat
Micha
Das Argument, dass der Gelenkbus mehr Platz benötigt, als der Doppelstockbus, ist daher nicht annehmbar.

Doch, das ist es. Gelenkbusse brauchen mehr Platz, da beißt die Maus keinen Faden ab.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Doch, das ist es. Gelenkbusse brauchen mehr Platz, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Ach, wie habe ich diese Meisterleisungen in der Sinnentstellung von Zitaten vermisst!

Zum Thema: Doppelstockbusse machen da Sinn, wo es viel Langstreckenverkehr gibt, X34 dürfte das beste Beispiel sein. Sobald aber ein starker Kurzstreckenverkehr hinzukommt, verspielen sie ihren Vorteil, denn ich finde es nachvollziehbar für 2 oder 3 Stationen nicht nach oben zu klettern. Für mich ist vor allem die notwendige nicht-aufrechte Haltung ein Grund, für andere die Stufen als solche oder die Unsicherheit beim Abstieg. Auch hier gibt es, ähnlich wie bei meinem Kommentar zu den C2-EN das Dilemma, dass er sicher nur beim Stand erfolgen kann, was aber selbst aus den letzten Reihen schon zu spät sein kann - vom Gegenverkehr vorne reden wir da noch gar nicht mal.
Zitat
eiterfugel
Ach, wie habe ich diese Meisterleisungen in der Sinnentstellung von Zitaten vermisst!

Möchtest du ernsthaft behaupten, ein Gelenkbus braucht weniger Platz als ein Doppeldecker?

Zitat
eiterfugel
Zum Thema: Doppelstockbusse machen da Sinn, wo es viel Langstreckenverkehr gibt, X34 dürfte das beste Beispiel sein. Sobald aber ein starker Kurzstreckenverkehr hinzukommt, verspielen sie ihren Vorteil, denn ich finde es nachvollziehbar für 2 oder 3 Stationen nicht nach oben zu klettern.

Du widerlegst doch deinen zweiten Satz mit dem ersten. Der X34er hat in der Kantstraße sehr starken Kurzstreckenverkehr. Wer kurze Strecken fährt, bleibt unten, wer längere Strecken fährt, geht nach oben. Das klappt seit Jahrzehnten tadellos. Wenn der Kurzstreckenverkehr natürlich überwiegt, dann sind Gelenkbusse die erste Wahl.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Micha
Das in Hellersdorf Haltestellenbuchten zu kurz für die ja dort schon seit Bau der Straßen verkehrenden Gelenkbusse sein sollen, glaube ich nicht.

Glaube nicht. Die meisten Haltestellen sind lang genug für einen Gelenkbus und der zweite steht noch in der Kurve. Beim U5-Ersatzverkehr oder bei zwei Bussen hintereinander oft zu beobachten. Aber es handelt sich hier natürlich nicht um Haltestellen, wo Umstiege sind. Diese waren (wie der U-Bhf. Kaulsdorf Nord) lang genug. Diese einst sehr knapp bemessenen Haltestellen zur Straße hin, wurde zugunsten der Haltebucht breit genug ausgebaut. Das ist der eigentliche Makel, weswegen sie nach und nach verschwinden.

Der Fakt ist jedenfalls an den Haltestellen an sich kann es nicht liegen.
Zitat
B-V 3313
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eiterfugel
Ach, wie habe ich diese Meisterleisungen in der Sinnentstellung von Zitaten vermisst!

Möchtest du ernsthaft behaupten, ein Gelenkbus braucht weniger Platz als ein Doppeldecker?

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eiterfugel
Zum Thema: Doppelstockbusse machen da Sinn, wo es viel Langstreckenverkehr gibt, X34 dürfte das beste Beispiel sein. Sobald aber ein starker Kurzstreckenverkehr hinzukommt, verspielen sie ihren Vorteil, denn ich finde es nachvollziehbar für 2 oder 3 Stationen nicht nach oben zu klettern.

Du widerlegst doch deinen zweiten Satz mit dem ersten. Der X34er hat in der Kantstraße sehr starken Kurzstreckenverkehr. Wer kurze Strecken fährt, bleibt unten, wer längere Strecken fährt, geht nach oben. Das klappt seit Jahrzehnten tadellos. Wenn der Kurzstreckenverkehr natürlich überwiegt, dann sind Gelenkbusse die erste Wahl.

Ich glaube, genau das wollte er damit sagen. Dort geht es noch, weil sowohl ein starker Langstreckenverkehr, als auch ein solider Kurzstreckenverkehr besteht. Ein perfektes Gegenbeispiel für Doppeldecker ist aber der M44er: Als dort gelegentlich noch ein DD-Umlauf mitschwamm, konnte der nicht ansatzweise die Fahrzeiten halten und stand an der Hermannstraße stets mit randvollem Unterdeck und offenen Türen, die ich mir genüsslich aus dem menschenleeren Oberdeck anschauen konnte.
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B-V 3313
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eiterfugel
Ach, wie habe ich diese Meisterleisungen in der Sinnentstellung von Zitaten vermisst!

Möchtest du ernsthaft behaupten, ein Gelenkbus braucht weniger Platz als ein Doppeldecker?

Wer behauptet das? Micha verglich nicht den absoluten Platzverbrauch zwischen Doppeldecker und Gelenkbus, sondern dass der Vergleich eine Scheindiskussion ist in Anbetracht wer in der Stadt tatsächlich den meisten Straßenraum beansprucht.

Viele Grüße
Florian Schulz

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FlO530
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B-V 3313
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eiterfugel
Ach, wie habe ich diese Meisterleisungen in der Sinnentstellung von Zitaten vermisst!

Möchtest du ernsthaft behaupten, ein Gelenkbus braucht weniger Platz als ein Doppeldecker?

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eiterfugel
Zum Thema: Doppelstockbusse machen da Sinn, wo es viel Langstreckenverkehr gibt, X34 dürfte das beste Beispiel sein. Sobald aber ein starker Kurzstreckenverkehr hinzukommt, verspielen sie ihren Vorteil, denn ich finde es nachvollziehbar für 2 oder 3 Stationen nicht nach oben zu klettern.

Du widerlegst doch deinen zweiten Satz mit dem ersten. Der X34er hat in der Kantstraße sehr starken Kurzstreckenverkehr. Wer kurze Strecken fährt, bleibt unten, wer längere Strecken fährt, geht nach oben. Das klappt seit Jahrzehnten tadellos. Wenn der Kurzstreckenverkehr natürlich überwiegt, dann sind Gelenkbusse die erste Wahl.

Ich glaube, genau das wollte er damit sagen. Dort geht es noch, weil sowohl ein starker Langstreckenverkehr, als auch ein solider Kurzstreckenverkehr besteht. Ein perfektes Gegenbeispiel für Doppeldecker ist aber der M44er: Als dort gelegentlich noch ein DD-Umlauf mitschwamm, konnte der nicht ansatzweise die Fahrzeiten halten und stand an der Hermannstraße stets mit randvollem Unterdeck und offenen Türen, die ich mir genüsslich aus dem menschenleeren Oberdeck anschauen konnte.

Das ist auch sehr interessant. Das soll einem sagen, dass die Strecke viele Kurzpendler hat, wofür sich das Treppensteigen nicht lohnt. Ein perfektes Kriterium zur Entscheidung, ob die Busse sich auf den betroffenen Linien lohnen würden.
Guten Abend,
vielleicht eine völlig bekloppte Idee, aber ansonsten könnte sich die BVG doch doppeldeckertaugliche Fahrgestelle bestellen und die Aufbauten selber entwickeln und bauen (lassen). Da kämen nun wirklich perfekt auf die berliner Gegebenheiten zugeschnittene Busse bei raus.
LG Rekowagen
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Rekowagen
Guten Abend,
vielleicht eine völlig bekloppte Idee, aber ansonsten könnte sich die BVG doch doppeldeckertaugliche Fahrgestelle bestellen und die Aufbauten selber entwickeln und bauen (lassen). Da kämen nun wirklich perfekt auf die berliner Gegebenheiten zugeschnittene Busse bei raus.
LG Rekowagen


Die ist nicht bekloppt, aber in der heutigen Zeit wohl nicht mehr durchführbar. Auch ist die Frage, ob MAN da mitspielen würde.... sonst hätten die vielleicht schon selber was organisiert...



Ich finde die ganzen Argumente mit dem beschwerlichen Auf- und Abstieg ist ein Ergebnis der heutigen Zeit. Die Menschen in der wohlhabenden Welt sind einfach immer weniger in der Lage normale Bewegungen durchzuführen. Früher, wo Doppeldecker in den Westbezirken noch Standard waren, ist man (ich) auch für 3 Stationen ins Oberdeck gegangen, wenn es unten zu voll war....
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Jahreskarte
Ich finde die ganzen Argumente mit dem beschwerlichen Auf- und Abstieg ist ein Ergebnis der heutigen Zeit. Die Menschen in der wohlhabenden Welt sind einfach immer weniger in der Lage normale Bewegungen durchzuführen. Früher, wo Doppeldecker in den Westbezirken noch Standard waren, ist man (ich) auch für 3 Stationen ins Oberdeck gegangen, wenn es unten zu voll war....

Eher würde ich den markierten Abschnitt als Hauptgrund für die Bewegungsträge trotz Aussicht auf einen Sitzplatz sehen. Und da bleibt doch logisch, dass einzeln fahrende Exemplare nicht die Gewöhnung der Fahrgäste herausarbeiten können und in solchen dann nur wenige wissen, wie sie funktionieren. Das ist doch auf anderen Linien nicht anders. Klar dauert es länger, wenn z.B. Flexity und GT6N gemischt fahren, wenn sich bei jeder Fahrt neu sortiert werden muss, wo für wen welche Plätze vorgesehen sind. Auf der S8 kann man sich selten gezielt mit dem Fahrrad am Bahnsteig aufstellen, wenn da drei Baureihen mit völlig unterschiedlich platzierten Fahrradplätzen herumkurven.

Ausdrücklich ausnehmen von dem Gedanken, typenrein zu fahren würde ich selbstverständlich Schulverkehrs-Verstärker täglich zur selben Zeit bei hohem Aufkommen, aber so ein Mischmasch 'Bus mit vierzig Plätzen' - 'Bus mit 80 Plätzen, nur ganz woanders' oder gar - 'Bus mit dreißig Plätzen', wie es z.B. auf den 20er-Linien vorkommt, ist doch vollkommener Mist und sicherlich ungeeignet, die Leute entsprechend zu "trainieren".

Es MUSS ein Hobby sein - leisten kann ich mir das nicht... :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.2018 17:01 von Philipp Borchert.
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Jahreskarte
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Rekowagen
Guten Abend,
vielleicht eine völlig bekloppte Idee, aber ansonsten könnte sich die BVG doch doppeldeckertaugliche Fahrgestelle bestellen und die Aufbauten selber entwickeln und bauen (lassen). Da kämen nun wirklich perfekt auf die berliner Gegebenheiten zugeschnittene Busse bei raus.
LG Rekowagen


Die ist nicht bekloppt, aber in der heutigen Zeit wohl nicht mehr durchführbar. Auch ist die Frage, ob MAN da mitspielen würde.... sonst hätten die vielleicht schon selber was organisiert...



Ich finde die ganzen Argumente mit dem beschwerlichen Auf- und Abstieg ist ein Ergebnis der heutigen Zeit. Die Menschen in der wohlhabenden Welt sind einfach immer weniger in der Lage normale Bewegungen durchzuführen. Früher, wo Doppeldecker in den Westbezirken noch Standard waren, ist man (ich) auch für 3 Stationen ins Oberdeck gegangen, wenn es unten zu voll war....

Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass das Verhalten vieler Fahrgäste, lieber stehen zu wollen als zu einem freien Sitzplatz zu gehen, keineswegs nur bei Doppeldeckern verbreitet ist. Auch bei Eindeckern erlebe ich regelmäßig, dass sich im Raum bei der 2.Tür und den Rollstuhlplätzen alles staut, obwohl hinten so einige Plätze frei sind. Und im Schlenkerbus oder auch bei Schienenverkehrsmitteln ist es vielen Fahrgästen nach meinen Beobachtungen nicht wert, sich durch die anderen stehenden Fahrgäste zu einem Sitzplatz "durchzukämpfen". Ich würde daher behaupten, dass der Doppeldecker das häufige Problem des Missverhältnisses zwischen verfügbaren Sitzplätzen und Stehplatzfläche sicher nicht exklusiv hat.

Ein Vorteil des DDs ist es ja auch, dass direkt nach der Einstiegstür beim Fahrer es zwei Möglichkeiten für die Fahrgäste gibt, entweder rechts oben die Treppe hoch oder weiter nach vorne und im Unterdeck bleiben. Das kann die Ströme der einsteigenden Fahrgäste gut entzerren, während sich beim Gelenkwurm/Eindecker oft alles staut, und wenn einige Fahrgäste nicht richtig durchlaufen, staut es sich da im Gang oft, während hinten viel Platz frei bleibt.
Außerdem ist auch die Trennung zwischen überwiegend Lang- (also Fahrgäste im Oberdeck) und überwiegend Kurzstreckenfahrgästen nach meinen Beobachtungen durchaus vorteilhaft, was beispielsweise den Fahrgastwechsel an Haltestellen betrifft.
Alle neuen Busse erhalten übrigens das alte Anti-Grafitti-Würmchenmuster ("örbendschangel").

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