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Deutschlandtakt + Schnellfahrtrasse Nürnberg - Würzburg
geschrieben von HansL 
Ich finde es echt super, dass wir jetzt auch was „offizielles“ dazu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass bis das in 50 Jahren mal fertig ist, nicht der Frankenschnellweg bis dahin zurückgebaut wird und so Platz für Gleise machen würde...
Tatsächlich würde mich aber mal eine Einschätzung von euch interessieren, wann denn das fertig sein wird. Ich schmeiße realistisch gesehen mal das Jahr 2040 in den Ring. Wer bietet mehr und wer weniger?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.2020 20:44 von Lieblingsfranke.
Zitat
Lieblingsfranke
Ich finde es echt super, dass wir jetzt auch was „offizielles“ dazu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass bis das in 50 Jahren mal fertig ist, nicht der Frankenschnellweg bis dahin zurückgebaut wird und so Platz für Gleise machen würde...
Tatsächlich würde mich aber mal eine Einschätzung von euch interessieren, wann denn das fertig sein wird. Ich schmeiße realistisch gesehen mal das Jahr 2040 in den Ring. Wer bietet mehr und wer weniger?

Hallo,

was offizielles ist das wohl nicht - Manfred nennt sie abwertend "Pufferküsser" - außerdem ist diese Ideen-Skizze auch schon wieder über 7 Jahre alt.

Sich nun daran festzubeißen und als dauerende "offizielle" Planung bringt jedoch auch nicht viel.

Sie sind wohl auch so eine Planungsgesellschaft wie "VIEREGG-RÖSSLER GmbH Innovative Verkehrsberatung", die Pläne veröffentlichen die dann von den "Fachleuten und Pufferküssern" in der Luft zerrissen werden - oder ganz toll finden.

Na ja, das wären dann noch 20 Jahre - gemessen an dem S-Bahn-Drama um den Verschwenk, oder der Realisierung der seit Jahren beschlossenen und finanzierten Interims-Lösung Fürther Bogen/Eltersdorf.

Gruß



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.04.2020 23:07 von elixir.
Hallo

Eine 300km/h Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist in meinen Augen absolut sinnlos denn wegen 100 km lohnt sich der Aufwand nicht. Einen durchgehenden Ausbau im Bereich 230 bis 250 km/h macht mehr Sinn. Für die 300kmh Strecke hat man meines Erachtens auch den Zeitpunkt verpasst den hätte man mit dem sechspurigen Ausbau der Autobahn verknüpfen müssen wenn man es um jeden Preis gewollt hatte. Den Deutschland Takt halte ich für sinnvoll aber man sollte mit realistisch kalkulierten Fahrzeiten hantieren. Alles unter 30 Minuten für 100 km ist doch ehrlich gesagt augenwischerei die nur Sinn ergibt wenn man PV und GV trennt und es auch praktisch kann

LG michel
Zitat
michel1979
Hallo
Eine 300km/h Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist in meinen Augen absolut sinnlos denn wegen 100 km lohnt sich der Aufwand nicht. Einen durchgehenden Ausbau im Bereich 230 bis 250 km/h macht mehr Sinn. Für die 300kmh Strecke hat man meines Erachtens auch den Zeitpunkt verpasst den hätte man mit dem sechspurigen Ausbau der Autobahn verknüpfen müssen wenn man es um jeden Preis gewollt hatte. Den Deutschland Takt halte ich für sinnvoll aber man sollte mit realistisch kalkulierten Fahrzeiten hantieren. Alles unter 30 Minuten für 100 km ist doch ehrlich gesagt augenwischerei die nur Sinn ergibt wenn man PV und GV trennt und es auch praktisch kann
LG michel

Hallo,

da hast du recht - das hätte, hätte, Fahrradkette - schon damals durchgezogen gehört, als man halbherzig den Ausbau von Neustadt nach Iphofen beschloß - damals reichten halt noch 58 Minuten nach Würzburg - und die Fahrzeuge für ICE 1 + 2 oder gar der 411 schafften eine evtl. NBS auch nicht in 28 Minuten und somit war das Thema bei der Bahn durch.

Da man inzwischen bemerkte, dass diese Strecke mit 2 Gleisen im Mischbetrieb längst an ihren Leistungsgrenzen angekommen ist - denkt man halt 20 Jahre später wieder an die damals schon angedachte Neubaustrecke.

Allerdings die Führung an der Autobahn A3, mit der nun auftauchenden Problematik bei Eltersdorf und den seit 20 Jahren baureifen, umzuplanenden Gütertunnel, macht die Sache nicht einfacher.

Um die kurvenreiche und in Siedlungsgebieten eng bebaute Teilstrecke Fürth-Neustadt auf 200 zu bringen, wird man wohl auch in 30 Jahren nicht hinkriegen!

Deshalb von der Kanalüberführung kurz hinter Fürth - durch den Zenngrund bis hinter Neustadt - dann parallel zur heutigen Strecke - und ab Iphofen direkt nach Würzburg eine NBS für max. 320 (wie in Frankreich) trassieren und bauen.

Diese 80 Kilometer (durch Steckenverkürzungen Neustadt-Fürth und Iphofen bis 1 Kilometer vor Würzburg Hbf.) sind ohne Halt in 14-16 Minuten zu durchfahren und 10 Minuten vom Kanal bis Nürnberg mit 120 (10 km) ergibt die gewünsche Kantenzeit 28 Minuten für den neuen Deutschland-Takt.

Überlegungen und Google-Bilder mit Linien darin, dazu gab es schon 2009.

Gruß


Zitat
michel1979
Eine 300 km/h Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist in meinen Augen absolut sinnlos, denn wegen 100 km lohnt sich der Aufwand nicht.

Deutschland-Takt bedeutet, dass eine einzelne Strecke nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem betrachtet wird. In Verbindung mit den Schnellfahrstrecken Köln - Rhein/Main und Nürnberg - Ingolstadt mit vmax 300 km/h können ICE 3 optimal eingesetzt werden.

Ein Vergleich zwischen dem ersten Entwurf 2018 und dem zweiten Entwurf 2019 zeigt die Weiterentwicklung der Untersuchungen [Quelle: Präsentationen zum Deutschland-Takt]:

2018:

Ausgewählte grundlegende strukturierende Elemente des Deutschland-Taktes [Seite 8]

– Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde führt zu Optimierung der Knoten Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)
– Knoten Nürnberg zu 15/45, gewünschte Beschleunigung von Hamburg, Frankfurt und NRW nach Bayern
und Kapazitätsengpässe lassen eine NBS Würzburg – Nürnberg (250 km/h) fahrplanbasiert ableiten
– Taktverdichtung auf ausgewählten Korridoren

Beispiele für Infrastrukturmaßnahmen zur Fahrzeitverkürzung [Seite 22]

– ABS/NBS Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 40 Minuten und niveaufreie Einbindung in den Knoten Nürnberg
– ABS/NBS Hanau – Nantenbach mit bis zu 230 km/h

2019:

Grundlegende Elemente des vorliegenden Entwurfs für das Netz des FV [Seite 16 - 18]

Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde strukturiert Angebot in Ostdeutschland
– Mehrverkehr auf den Relationen München – Berlin und Frankfurt – Berlin
– Halbstündliche Korrespondenz in Erfurt stellt Halbstundenrhythmus München / Frankfurt – Erfurt – Berlin / Leipzig sicher
– Optimierung der Knoten in Erfurt (00/30), Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)

NBS Würzburg – Nürnberg (300 km/h) führt zu optimiertem Knoten Nürnberg und Stabilität in Bayern sowie zu erheblichen Reisezeitgewinnen
– Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 30 Minuten (Bezugsfall/heute: 53 Minuten)
– In Nürnberg entsteht ein 00/30-Knoten, dieser ist passfähig zu den 00/30-Knoten in Würzburg, Erfurt und Hof

Taktverdichtung auf weiteren Korridoren
– Berlin – Leipzig (halbstündlich)
– Nürnberg – Augsburg (stündlich)
– Frankfurt – Nürnberg (halbstündlich)
– Halt Ingolstadt (halbstündlich)
– Stündliche Verbindung Nürnberg – Stuttgart über verschiedene Wege

Nachtrag: Was da unter den Jahreszahlen steht, stammt vollständig aus den zwei Präsentationen; ich habe da nichts hinzugefügt (außer den Seitenangaben).

Die Links zu den Seiten des Bundesverkehrsministeriums mit den Präsentationen und Zielfahrplänen (jeweils nach unten scrollen):

Erster Entwurf: [www.bmvi.de] [siehe Vorstellung des ersten Gutachterentwurfs]

Zweiter Entwurf: [www.bmvi.de] [siehe Bericht über den zweiten Gutachterentwurf]



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2020 08:32 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg
Zitat
michel1979
Eine 300 km/h Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist in meinen Augen absolut sinnlos, denn wegen 100 km lohnt sich der Aufwand nicht.

Deutschland-Takt bedeutet, dass eine einzelne Strecke nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem betrachtet wird. In Verbindung mit den Schnellfahrstrecken Köln - Rhein/Main und Nürnberg - Ingolstadt mit vmax 300 km/h können ICE 3 optimal eingesetzt werden.

Ein Vergleich zwischen dem ersten Entwurf 2018 und dem zweiten Entwurf 2019 zeigt die Weiterentwicklung der Untersuchungen [Quelle: Präsentationen zum Deutschland-Takt]:

2018:

Ausgewählte grundlegende strukturierende Elemente des Deutschland-Taktes

– Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde führt zu Optimierung der Knoten Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)
– Knoten Nürnberg zu 15/45, gewünschte Beschleunigung von Hamburg, Frankfurt und NRW nach Bayern
und Kapazitätsengpässe lassen eine NBS Würzburg – Nürnberg (250 km/h) fahrplanbasiert ableiten
– Taktverdichtung auf ausgewählten Korridoren

Beispiele für Infrastrukturmaßnahmen zur Fahrzeitverkürzung

– ABS/NBS Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 40 Minuten und niveaufreie Einbindung in den Knoten Nürnberg
– ABS/NBS Hanau – Nantenbach mit bis zu 230 km/h

2019:

Grundlegende Elemente des vorliegenden Entwurfs für das Netz des FV

Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde strukturiert Angebot in Ostdeutschland
– Mehrverkehr auf den Relationen München – Berlin und Frankfurt – Berlin
– Halbstündliche Korrespondenz in Erfurt stellt Halbstundenrhythmus München / Frankfurt – Erfurt – Berlin / Leipzig sicher
– Optimierung der Knoten in Erfurt (00/30), Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)

NBS Würzburg – Nürnberg (300 km/h) führt zu optimiertem Knoten Nürnberg und Stabilität in Bayern sowie zu erheblichen Reisezeitgewinnen
– Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 30 Minuten (Bezugsfall/heute: 53 Minuten)
– In Nürnberg entsteht ein 00/30-Knoten, dieser ist passfähig zu den 00/30-Knoten in Würzburg, Erfurt und Hof

Taktverdichtung auf weiteren Korridoren
– Berlin – Leipzig (halbstündlich)
– Nürnberg – Augsburg (stündlich)
– Frankfurt – Nürnberg (halbstündlich)
– Halt Ingolstadt (halbstündlich)
– Stündliche Verbindung Nürnberg – Stuttgart über verschiedene Wege

Guten Morgen

Mag ja sein daß du mit deiner Argumentation Recht hast aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen das Deutschland kürzere Abstände zwischen den Städten hat als z.b. Frankreich für eine Strecke von 100 km steht der Energieverbrauch beim beschleunigen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Den meisten Fahrgästen ist es meines Erachtens egal ob 250 oder 300 hauptsavhe der Zug kommt pünktlich am Ziel an und die Fahrzeit von 250 und 300 ist da ziemlich gleich bezogen auf 100km ist die Ersparnis im Einstelligen Minutenbereich. Abgesehen wird die Infrastruktur niemals bis 2030 fertig sein um den Takt so fahren zu können.

LG michel
Zitat
michel1979
Zitat
Manfred Erlg
Zitat
michel1979
Eine 300 km/h Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist in meinen Augen absolut sinnlos, denn wegen 100 km lohnt sich der Aufwand nicht.

Deutschland-Takt bedeutet, dass eine einzelne Strecke nicht isoliert, sondern im Gesamtsystem betrachtet wird. In Verbindung mit den Schnellfahrstrecken Köln - Rhein/Main und Nürnberg - Ingolstadt mit vmax 300 km/h können ICE 3 optimal eingesetzt werden.

Ein Vergleich zwischen dem ersten Entwurf 2018 und dem zweiten Entwurf 2019 zeigt die Weiterentwicklung der Untersuchungen [Quelle: Präsentationen zum Deutschland-Takt]:

2018:

Ausgewählte grundlegende strukturierende Elemente des Deutschland-Taktes

– Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde führt zu Optimierung der Knoten Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)
– Knoten Nürnberg zu 15/45, gewünschte Beschleunigung von Hamburg, Frankfurt und NRW nach Bayern
und Kapazitätsengpässe lassen eine NBS Würzburg – Nürnberg (250 km/h) fahrplanbasiert ableiten
– Taktverdichtung auf ausgewählten Korridoren

Beispiele für Infrastrukturmaßnahmen zur Fahrzeitverkürzung

– ABS/NBS Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 40 Minuten und niveaufreie Einbindung in den Knoten Nürnberg
– ABS/NBS Hanau – Nantenbach mit bis zu 230 km/h

2019:

Grundlegende Elemente des vorliegenden Entwurfs für das Netz des FV

Knoten Erfurt zur vollen und halben Stunde strukturiert Angebot in Ostdeutschland
– Mehrverkehr auf den Relationen München – Berlin und Frankfurt – Berlin
– Halbstündliche Korrespondenz in Erfurt stellt Halbstundenrhythmus München / Frankfurt – Erfurt – Berlin / Leipzig sicher
– Optimierung der Knoten in Erfurt (00/30), Halle (00/30), Leipzig (15/45) und Dresden (30)

NBS Würzburg – Nürnberg (300 km/h) führt zu optimiertem Knoten Nürnberg und Stabilität in Bayern sowie zu erheblichen Reisezeitgewinnen
– Würzburg – Nürnberg mit einer Kantenzeit von 30 Minuten (Bezugsfall/heute: 53 Minuten)
– In Nürnberg entsteht ein 00/30-Knoten, dieser ist passfähig zu den 00/30-Knoten in Würzburg, Erfurt und Hof

Taktverdichtung auf weiteren Korridoren
– Berlin – Leipzig (halbstündlich)
– Nürnberg – Augsburg (stündlich)
– Frankfurt – Nürnberg (halbstündlich)
– Halt Ingolstadt (halbstündlich)
– Stündliche Verbindung Nürnberg – Stuttgart über verschiedene Wege

Guten Morgen

Mag ja sein daß du mit deiner Argumentation Recht hast aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen das Deutschland kürzere Abstände zwischen den Städten hat als z.b. Frankreich für eine Strecke von 100 km steht der Energieverbrauch beim beschleunigen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Den meisten Fahrgästen ist es meines Erachtens egal ob 250 oder 300 hauptsavhe der Zug kommt pünktlich am Ziel an und die Fahrzeit von 250 und 300 ist da ziemlich gleich bezogen auf 100km ist die Ersparnis im Einstelligen Minutenbereich. Abgesehen wird die Infrastruktur niemals bis 2030 fertig sein um den Takt so fahren zu können.

LG michel
Aber genau um diese wenigen Minuten geht es doch! Ich habe das Gefühl, dass du den Sinn des Deutschlandtakts nicht ganz verstanden hast. Eine Strecke für 250 km/h bringt quasi nichts, da man dann nicht weit genug unter die halbe Stunde kommt. Entweder man fährt die Strecke unter 30 Minuten, oder mit einer ähnlichen Fahrzeit wie heute. Außerdem finde ich dein Argument mit dem Beschleunigen etwas fragwürdig. Zum einen rekuperieren die Züge ja beim verzögern und zum anderen finde ich jetzt nicht, dass zum Beispiel die Strecke nach Ingolstadt lieber halb so schnell befahren werden sollte.
Dass Nürnberg-Würzburg auf 4 Gleise ausgebaut werden muss, wenn man einen Deutschlandtakt mit einem attraktiven Nah- und Fernverkehrsangebot haben will, ist hoffentlich unstrittig.
Ein Problempunkt ist der Bahnhof Fürth. Da wird man kaum um eine Umgehung mit einem Tunnel herumkommen. Sonst lässt sich in diesem Bereich kein gutes Angebot realisieren.
Und auch die Schlaufe nach Iphofen wird man sicher neu trassieren. Auf 4 parallele Gleise lässt sich wohl nur der Abschnitt Neustadt - Iphofen ohne große Schwierigkeiten bringen.

Man braucht also Neubauabschnitte. Kommt das derart teurer, wenn man diese als Schnellfahrttrasse konstruiert? Wäre ein Verzicht auf Höchstgeschwindigkeit hier deutlich billiger? Bei den Tunnelröhren dürfte es keinen großen Unterschied machen, bei der Neutrassierung bei Iphofen ebenfalls nicht und auch nicht beim viergleisigen Ausbau Neustadt-Iphofen.

Die schnellen ICE3 fahren ohnehin auf dieser Strecke, zumindest die Richtung Frankfurt - Köln. Ich bin sonst auch nicht für Schnellfahrtstrecken und halte die Strecke nach Erfurt für eine Fehlkonstruktion. Aber in diesem Fall könnte es anders zu sehen sein. Hier wäre ja auch das Verbindungsstück der schnellsten Abschnitte im deutschen Netz
Ich habe in meinem gestrigen Beitrag noch Links zu den Dokumenten über den Deutschland-Takt ergänzt sowie Seitenangaben zu den Auszügen aus den Präsentationen.

Es ist sicher nicht nötig, die Auszüge aus den Präsentationen zu zitieren; das erschwert die Lesbarkeit.

---------------------------

Zum Energieverbrauch:

Man darf nicht nur den Verbrauch beim Beschleunigen betrachten, sondern muss auch den Fahrwiderstand während der Fahrt berücksichtigen: Er besteht neben einem konstanten Anteil aus einem Rollwiderstand (proportional zur Geschwindigkeit) und dem Luftwiderstand (quadratisch zur Geschwindigkeit), sodass bei hohen Geschwindigkeiten der Luftwiderstand überwiegt. Das wird natürlich in den Wirtschaftlichkeitsberechnungen berücksichtigt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2020 08:52 von Manfred Erlg.
Zitat
elixir

Deshalb von der Kanalüberführung kurz hinter Fürth - durch den Zenngrund bis hinter Neustadt - dann parallel zur heutigen Strecke - und ab Iphofen direkt nach Würzburg eine NBS für max. 320 (wie in Frankreich) trassieren und bauen.

Überlegungen und Google-Bilder mit Linien darin, dazu gab es schon 2009.

Gruß

"Von der Kanalbrücke kurz hinter Fürth durch den Zenngrund bis hinter Neustadt?"
Dir ist aber schon klar, das man dann den Zenngrund erstmal komplett verlegen muss...

Ab der Kanalbrücke entlang der Südwesttangente/B8, den Zenngrund queren und dann weiter Richtung Neustadt/Aisch, nur so würde das funktionieren.

Bauarbeiten S-Bahn Nürnberg
Zitat
michel1979

Guten Morgen

Mag ja sein daß du mit deiner Argumentation Recht hast aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen das Deutschland kürzere Abstände zwischen den Städten hat als z.b. Frankreich für eine Strecke von 100 km steht der Energieverbrauch beim beschleunigen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Den meisten Fahrgästen ist es meines Erachtens egal ob 250 oder 300 hauptsavhe der Zug kommt pünktlich am Ziel an und die Fahrzeit von 250 und 300 ist da ziemlich gleich bezogen auf 100km ist die Ersparnis im Einstelligen Minutenbereich. Abgesehen wird die Infrastruktur niemals bis 2030 fertig sein um den Takt so fahren zu können.

LG michel

Das sehe ich genauso!
Es ist zwar wichtig das man auch schlanke Anschlüsse anbieten kann, aber das System muss auch stabil sein. Mit dem Fokus auf immer kürzere und knappere "Kantenfahrzeiten" kann das nicht gelingen.

In Österreich hat man von Anfang an keine reinen Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut, sondern Hochleistungsstrecken (Westbahn).
Und in der Schweiz hat man bis auf die NBS Mattstetten - Rothrist auch nur punktuell da wo notwendig ausgebaut.

Es geht beim Reisen nicht um jede Minute die man schneller ist! Das sollte den Menschen einfach auch mal bewusst werden! Gerade auch in der derzeitigen Situation. Das Reisen mag sicher angenehmer geworden sein, auch durch kürzere Reisezeiten. Aber dadurch hat die Mobilität in den letzten Jahren meiner Meinung nach auch teilweise schon überhand genommen.

Bauarbeiten S-Bahn Nürnberg
Zitat
marco2206

Es geht beim Reisen nicht um jede Minute die man schneller ist! Das sollte den Menschen einfach auch mal bewusst werden! Gerade auch in der derzeitigen Situation. Das Reisen mag sicher angenehmer geworden sein, auch durch kürzere Reisezeiten. Aber dadurch hat die Mobilität in den letzten Jahren meiner Meinung nach auch teilweise schon überhand genommen.

Hi Marco,

bendenke aber auch, dass das die Bahn IMMER mit dem Flugzeug und dem Auto konkurrieren muss, um als Alternative zu gelten.
Und genau da geht es um jede Minute. Das liegt auch an der Deutschen Geiz-ist-Geil mentalität, schneller, besser, weiter, billiger....
Warum soll ich 150€ für eine einfache Bahnfahrt zahlen, wenn ich für 60€ Hin und Rückflug stressfrei, zuverlässiger und schneller von Nürnberg nach Düsseldorf fliegen kann?
Die VDE8 ist ja nun das beste Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Konkurrenten ausstechen kann! Flugverbindung Nbg-Berlin wurde eingestellt, weil die Leute nun die Zugverbindung bevorzugen.
Baut vernünftig Strecken aus und spart nicht am Geld! Nur so gewinnt die Bahn an positiver Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die Zukunft!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2020 13:08 von Mezzo.
Recht hast du!

Ich sage nur Paris-Lyon - der ganze Flugverkehr der mit den ollen Caravelle-Flugzeugen bedient wurde - konnte ganz verschwinden, als die fortschrittlichen Franzosen vor 50 Jahren auf die "Schnelle Bahn" setzten.

Der deutsche Flickenteppich wächst gaaaanz langsam zu einem Schnell-Bahn-Netz zusammen - und da gehören eben auch die pobelichen 100 km zwischen Würzburg-Nürnberg dazu, die ein wichtiges Verbindungsstück ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2020 13:27 von elixir.
Zitat
Mezzo
Zitat
marco2206

Es geht beim Reisen nicht um jede Minute die man schneller ist! Das sollte den Menschen einfach auch mal bewusst werden! Gerade auch in der derzeitigen Situation. Das Reisen mag sicher angenehmer geworden sein, auch durch kürzere Reisezeiten. Aber dadurch hat die Mobilität in den letzten Jahren meiner Meinung nach auch teilweise schon überhand genommen.

Hi Marco,

bendenke aber auch, dass das die Bahn IMMER mit dem Flugzeug und dem Auto konkurrieren muss, um als Alternative zu gelten.
Und genau da geht es um jede Minute. Das liegt auch an der Deutschen Geiz-ist-Geil mentalität, schneller, besser, weiter, billiger....
Warum soll ich 150€ für eine einfache Bahnfahrt zahlen, wenn ich für 60€ Hin und Rückflug stressfrei, zuverlässiger und schneller von Nürnberg nach Düsseldorf fliegen kann?
Die VDE8 ist ja nun das beste Beispiel dafür, wie die Bahn ihre Konkurrenten ausstechen kann! Flugverbindung Nbg-Berlin wurde eingestellt, weil die Leute nun die Zugverbindung bevorzugen.
Baut vernünftig Strecken aus und spart nicht am Geld! Nur so gewinnt die Bahn an positiver Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die Zukunft!

Hallo

Wenn man schon schneller sein möchte wie das Flugzeug muss man Mal sehen wie kommt man beispielsweise nach Frankfurt wenn wirklich jede Minute zählen würde wäre es auch sinnvoll den ICE in Frankfurt Süd halten zu lassen anstatt in den Hbf fahren zu lassen. was nützt eine Strecke für 300 wenn man nicht die Züge dafür hat oder es geht größtenteils mit 230 weiter??? Da ist es sinnvoller einen zuverlässigen Plan einhalten zu können und nicht auf Teufel komm raus einem auf Kante genähten Fahrplan, damit gewinnt man auch keine Fahrgäste mit der Voraussetzung wenn nix dazwischen kommt bin ich in 28 min in Würzburg sonst fahre ich eben meinetwegen 35 Minuten aber dafür das Gefühl wenn nix dazwischen kommt bin ich auch garantiert pünktlich am Ziel und Mal ehrlich wer freut sich nicht wenn man ein paar Minuten vor dem Plan am Ziel ist???und mit dem Auto habe ich es noch nie unter 60 min von NBG nach Würzburg geschafft bin aber auch kein Freund der Raserei muss ich auch dazusagen

Was die vde8 angeht mag es stimmen aber man darf nicht vergessen die Sprinter fahren die Schnellen Verbindungen auch nur bis Südkreuz in unter 3 Std ab NBG. Und über die vde8 ist man auch schneller in Hamburg als über die altstrecke von München aus



LG michel
Zitat
michel1979
Hallo

Wenn man schon schneller sein möchte als das Flugzeug muss man Mal sehen wie kommt man beispielsweise nach Frankfurt wenn wirklich jede Minute zählen würde wäre es auch sinnvoll den ICE in Frankfurt Süd halten zu lassen anstatt in den Hbf fahren zu lassen.

Um dieses Problem zu lösen, steht in Deutschlandtakt ein ICE-Tunnel unter Frankfurt zur Diskussion. So könnten ICEs von/nach Würzburg und Fulda schnell durch Frankfurt Richtung Mannheim/Wiesbaden/Flughafen fahren, ohne den Hauptbahnhof auszulassen. Es wird an verschiedensten Stellen Maßnahmen geben, um die Geschwindigkeit der ICE zu erhöhen, nicht nur zwischen Nürnberg und Würzburg.

Zitat
michel1979
was nützt eine Strecke für 300 wenn man nicht die Züge dafür hat oder es geht größtenteils mit 230 weiter???

Verstehe ich nicht. zwischen München, Frankfurt und Köln werden 300 km/h schnelle Züge fahren, um die Neubaustrecken Rhein/Main und Nürnberg-Ingolstadt ausnutzen zu können. Da ist es nur logisch, die Neubaustrecken zwischen Nürnberg und Frankfurt für bis zu 300 km/h auszulegen, wenn das von Fahrplan her nötig ist. Zwischen Nürnberg und Würzburg sollen 300 km/h gefahren werden, um die Knotenzeiten einzuhalten, zwischen Würzburg und Frankfurt reichen abschnittsweise 230 km/h aus.

Zitat
michel1979
Da ist es sinnvoller einen zuverlässigen Plan einhalten zu können und nicht auf Teufel komm raus einem auf Kante genähten Fahrplan, damit gewinnt man auch keine Fahrgäste mit der Voraussetzung wenn nix dazwischen kommt bin ich in 28 min in Würzburg sonst fahre ich eben meinetwegen 35 Minuten aber dafür das Gefühl wenn nix dazwischen kommt bin ich auch garantiert pünktlich am Ziel und Mal ehrlich wer freut sich nicht wenn man ein paar Minuten vor dem Plan am Ziel ist?

28 min sind nicht die minimal notwendige Fahrzeit zwischen Nürnberg und Würzburg, sondern die im Fahrplan eingetragene Zeit. Das bedeutet, dass die Züge die Strecke warscheinlich in 25min schaffen können, aber 3 min Toleranz haben (oder irgendwas ähnliches in dieser Größenordnung). Natürlich sind 28 min für 100 km ein straffer Fahrplan, bei einer durchgehenden, mit 300 km/h befahrbaren Strecke aber alles andere als unmöglich. Die dort angesetzte Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 km/h wird heute schon zwischen Nürnberg und Ingolstadt fahrplanmäßig verlangt.
Die Neubautrasse soll für 300 km / h ausgebaut werden. Die neuen ICE4 sind aber deutlich langsamer. Würden die trotzdem eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Nürnberg und Würzburg schaffen?

Welche Fahrzeuge wären da überhaupt geeignet? Genügend ICE3 wird man dafür ja kaum haben, zumal wenn es zu weiteren Taktverdichtungen kommen sollte.
Zitat
HansL
Die Neubautrasse soll für 300 km / h ausgebaut werden. Die neuen ICE4 sind aber deutlich langsamer. Würden die trotzdem eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Nürnberg und Würzburg schaffen?

Welche Fahrzeuge wären da überhaupt geeignet? Genügend ICE3 wird man dafür ja kaum haben, zumal wenn es zu weiteren Taktverdichtungen kommen sollte.

Auf den Linien München-Nürnberg-Frankfurt-Ruhrgebiet und München-Nürnberg-Hannover-Hamburg sollen 300 km/h schnelle Züge zum Einsatz kommen. Die ICE 4 (die auf dieser NBS planmäßig gar nicht zum Einsatz kommen sollen) würden die Kantenzeit vermutlich ganz knapp verfehlen, denn für die langsameren und weniger spurtstarken ICE T der Linie Frankfurt - Wien sind 34 min eingeplant. Bei 31 min Fahrzeit zwischen Nürnberg und Würzburg könnte man die ICE 4 -wenn man müsste- in den Taktfahrplan einfügen, wenn man in Nürnberg 2-3 min früher losfährt, was keine Anschlüsse zerstören würde (außer evtl. im Regiobereich, da hab ich nicht nachgeschaut).

Um den Mangel an ICE 3 etwas zu lindern, hat die DB schon 30 300 km/h schnelle Züge ausgeschrieben, die gehen hoffentlich ab Fahrplanwechsel 12/2023 in Betrieb. Ab 2030 wird sicherlich eine weitere Bestellung für 300 km/h-fähige Züge kommen, weil die ICE 3 ab dann schrittweise ersetzt werden müssen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.2020 13:53 von Sebastian90475.
Danke Sebastian, diese Neubeschaffungspläne waren mir noch nicht bekannt.

Zitat
Sebastian90475
... denn für die langsameren und weniger spurtstarken ICE T der Linie Frankfurt - Wien sind 34 min eingeplant.

Das würde dann aber bedeuten, dass die ICE's Frankfurt - Wien nicht nach den Vorgaben des Deutschland-Taktes fahren können. Die fahren dann in irgendwelchen Zwischenlagen.

Gibt das Sinn, solche Ausnahmen zuzulassen?

Das ist aber eine generelle Frage, die wir dann vielleicht besser hier weiter diskutieren: "Deutschlandtakt allgemein" [www.bahninfo-forum.de]
So eine Untertunnelung wäre ja ein riesiges Projekt, von den Tunnelkilometern her vergleichbar mit einer vollständigen U-Bahn-Linie, nur das die Bahnhöfe wegfielen. Bedeutet das, dass die reine Bauzeit auch circa ein gutes Jahrzehnt, möglicherweise sogar kanpp zwei Jahrzente, in Anspruch nehmen würde, oder ginge das wesentlich schneller? Oder anders (wenn auch etwas OT) gefragt, ist das Zeitintensive an so einem Tunnelbau der Tunnel selbst oder die Bahnhöfe?
Zitat
Sebbale
So eine Untertunnelung wäre ja ein riesiges Projekt, von den Tunnelkilometern her vergleichbar mit einer vollständigen U-Bahn-Linie, nur das die Bahnhöfe wegfielen. Bedeutet das, dass die reine Bauzeit auch circa ein gutes Jahrzehnt, möglicherweise sogar kanpp zwei Jahrzente, in Anspruch nehmen würde, oder ginge das wesentlich schneller? Oder anders (wenn auch etwas OT) gefragt, ist das Zeitintensive an so einem Tunnelbau der Tunnel selbst oder die Bahnhöfe?
Nein, das geht deutlich schneller. Schau dir dafür einfach mal an, wie lange (beziehungsweise eigentlich wie kurz) es in Stuttgart gedauert hat, die Tunnel zu bauen. Mit dem U-Bahnbau darfst du das ohnehin nicht vergleichen, da dort (zumindest in Nürnberg) ein Großteil der Tunnel in offener Bauweise entstanden sind. Auch so dauert es mit der U-Bahn, wie schon von dir vermutet, vor allem so lange, weil die Bahnhöfe im Vergleich zu den Tunneln deutlich aufwändiger sind. Zudem wird die U-Bahn ja immer nur Stück für Stück gebaut, da die Stadt nicht gerade im Geld schwimmt.
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